Inflationsrate in Algerien bei 6,4% in 2016.

Inflationsrate bei durchschnittlich 6,4% in 2016. Lebensmittelpreise teils dramatisch gestiegen.

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Inflationsrate in Algerien liegt über der Prognose
Inflationsrate in Algerien über Prognose.

Inflationsrate in Algerien bei durchschnittlich 6,4% in 2016. Wert liegt über Prognose.

Algier – Nach offiziellen Angaben lag in 2016 die durchschnittliche Inflationsrate in Algerien bei 6,4%. Diese Zahl veröffentlichte das Nationale Statistikamt (NOS) am heutigen Sonntag den 22. Januar 2017. Alleine im Dezember stiegen die Verbraucherpreise um 7% zum vergleichbaren Vorjahresmonat.
Damit übersteigt die gemessene Inflationsrate in Algerien die Prognose für 2016. Für das Wirtschaftsjahr 2016 ging man von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 4% aus.

In allen Bereichen liegt die Inflationsrate über der Prognose.

Die Inflationsrate stieg über die Prognose, weil in fast allen Wirtschaftsbereichen der Preisanstieg deutlicher ausgefallen ist und nicht durch fallende Energiepreise kompensiert werden konnte. Im Lebensmittelsektor stiegen die Preise um 4,3%. Im Bereich Immobilien und Immobilieneinrichtungen (Möbel) stieg das Preisniveau um 5,81% bzw. um 5,2%. Ebenfalls über der Prognose stiegen die Preise im Gesundheitssektor und im Bereich der Kosmetik/Hygiene. In 2016 mussten die Algerier Für Medikamente und Hygieneprodukte 5,7% mehr bezahlen als in 2015. Ähnliches gilt im Freizeit- und Kultursektor. Hier stieg die Inflationsrate auf 6,07%.

Transport und Telekommunikation trieben die Preise besonders.

Als besondere Preistreiber erwiesen sich die Transportkosten und die Aufwende für Kommunikation. Wer in Algerien reiste oder den öffentlichen Nahverkehr nutzte, musste in 2016 deutlich tiefer in die Tasche greifen. In den genannten Bereichen stiegen die Preise um 13,14%.

Lebensmittelpreise teils dramatisch gestiegen.

Der durchschnittliche Wert für die Inflationsrate im Lebensmittelsektor von 4,3% ist aber nur die halbe Wahrheit. Oft ist die Belastung der Bevölkerung höher. Schaut man sich einzelne Lebensmitte genau an, lässt sich die Belastung für die Bevölkerung deutlicher erkennen. Gerade Lebensmittel für die ärmeren Bevölkerungsgruppen zeigen einen sehr deutlichen Anstieg. Bei Kichererbsen stieg der Preis um 63%, bei frischen Gemüse waren es 30,2% und für Eier 36,4%. Alle Produkte die Algerien importieren muss, wurden deutlich teurer. Gleichzeitig vielen die Preise für einheimische Produkte, aber nicht in ähnlichen Größenordnungen. Damit blieb der Bevölkerung deutlich weniger im Portmonee.

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