Maroc Telecom prüft Expansion in den Tschad.

Auslandsgeschäft ist wichtiger Treiber des Unternehmenswachstums.

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Maroc Telecom
Maroc Telecom Marktführer in Marokko expandiert in Afrika

Auslandsgeschäft der Maroc Telecom weitestgehend erfolgreich.

Casablanca – Marokkos größtes Telekommunikationsunternehmen und größter Anbieter für Festnetz- und Mobilfunkinfrastruktur bzw. –diensten im Königreich, will weiter wachsen und sich erneut in einem afrikanischen Staat engagieren. Dazu hat das Unternehmen sich den Tschad ausgesucht. Über die Pläne der Marokkaner ist man im Tschad sehr erfreut und es finden bereits intensive Gespräche zwischen der Maroc Telecom und der Regierung im Tschad statt. Am 19. Februar reiste der Vorstandsvorsitze der Maroc Telecom Group Abdeslam Ahizoune in den Tschad und traf sich mit dem dortigen Staatspräsidenten Idriss Deby. Dabei soll ein möglicher Einstieg des Telekommunikationsunternehmens das zentrale Thema gewesen sein. Danach erklärte Präsident Deby, dass man Maroc Telecom „mit offenen Armen“ begrüßen würde.

Maroc Telecom kündigt Engagement an.

Der Vorstandsvorsitzende Ahizoune sagte dem Präsidenten, dass die Gruppe sich stark für die Entwicklung der digitalen Infrastruktur im Tschad einsetzt möchte. Der tschadische Staatschef entgegnete, dass die Regierung bereit sei, jeden Investor mit offenen Armen willkommen zu heißen. Im vergangenen Jahr kündigte der Tschad einen Plan zur Versteigerung neuer Telekommunikationslizenzen für mobile Dienste an. Daran ist man in Casablanca offensichtlich sehr interessiert.

Auslandsgeschäft ist wichtiger Treiber des Unternehmenswachstums.

Sollte Maroc Telecom in den tschadischen Markt eintreten, muss sich die Gruppe mit zwei ausländischen Konkurrenten auseinandersetzen – dem Luxemburger Unternehmen Tigo und dem indischen Unternehmen Bharti Airtel. Aber Airtel hat in der Vergangenheit angekündigt, dass es den tschadischen Markt verlassen möchte.

Der Tschad wäre der 10. afrikanische Markt von Maroc Telecom. Über ihre Tochtergesellschaft Moov ist Maroc Telecom in Mauretanien, Burkina Faso, Gabun, Mali, Côte d’Ivoire, Benin, Togo, Niger und der Zentralafrikanischen Republik tätig.

Afrikanisches Auslandgeschäft überwiegend erfolgreich.

Mit Ausnahme der Zentralafrikanischen Republik hat das wachsende Auslandsgeschäft des Unternehmens in jedem dieser Länder positive Ergebnisse erbracht. Einige technische Probleme hat man in Mauretanien, was zu einem zeitlich begrenzten Boykottaufruf führte. An dem ehemaligen marokkanischen Staatsunternehmen hält die Regierung noch einen Anteil von 30%. Beobachter erwarten, dass sich der marokkanische Staat von weiteren Anteilen trennen könnte, um das Haushaltsdefizit 2019 zu senken.

Marokko – Boykott – Drohung gegen Maroc Telecom Tochter Mauritel in Mauretanien.

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