Marokko – Abkommen mit vier EU – Ländern bei Erneuerbarer Energie geschlossen.

Beratungen sollen in 2019 fortgeführt werden.

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Erneuerbare Energie
Quelle MASEN - Noor Ouarzazate III

Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal wollen Erneuerbare Energie aus Marokko beziehen können.

Rabat – Marokko hat mit vier europäischen Ländern der EU ein Abkommen unterzeichnet, dass den grenzüberschreitenden Austausch von Strom aus Erneuerbaren Energien ermöglichen soll. Das Abkommen bezieht sich sowohl auf Strom für private wie auch für gewerbliche Verbraucher.

Laut einer Presseerklärung der marokkanischen Behörde für erneuerbare und nachhaltige Energien, MASEN, geht es bei dem Ankommen, um den Abbau von regulatorischen, technischen und physikalischen Hindernissen. Das Abkommen gilt nicht für die gesamte EU, sondern nur für die EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal. Für Marokko könnte sich mit diesem Abkommen ein erster Zugang zum europäischen Strommarkt eröffnen. Der Chef der MASEN – Behörde, Mustapha Bakkoury, kündigte sein Engagement an, die Voraussetzungen für einen integrierten Strommarkt zwischen Marokko und den vier Ländern zu schaffen.

Beratungen sollen in 2019 fortgeführt werden.

Schon im kommenden Jahr wollen die fünf Länder sich regelmäßig zu Beratungen treffen. Es geht darum die Anforderungen der potentiellen Stromkunden mit den Möglichkeiten des Erzeugerlandes Marokko abzugleichen. Marokko entwickelt sich zu einem der größten Stromerzeuger aus Erneuerbaren Energien weltweit und baut seine Kapazitäten stetig aus. Ziel der Kooperation ist es, Möglichkeiten für Investitionen und Kostensenkungen aufzuzeigen, um die Klimaschutzziele jedes Landes im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu erreichen. Marokko sieht in den Erneuerbaren Energiequellen eine Möglichkeit seinen eigenen Energiebedarf autonom zu decken und gleichzeitig ein neues Exportgut zu schaffen. In den nächsten Jahren will Marokko seinen Energiebedarf bereits zu 40% aus Erneuerbaren Energien decken. Dazu gehört vor allem Sonnenenergie aber auch Wind- und Wasserenergie.

Noor
Quelle: Moroccan Agency for Sustainable Energy (MASEN)

 

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