Marokko – Arbeitslosenzahl im 1. Quartal 2021 deutlich angestiegen.

Netto Verlust von 202.000 Arbeitsplätze in Marokko.

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Arbeitnehmer
Arbeitnehmer in der Industrie

Vor allem in ländlichen Regionen hat die Coronavirus – Gesundheitskrise Arbeitsplätze gekostet.

Rabat – Die Hohe Kommission für Planung HCP hat heute die aktuellen Zahlen zum Arbeitsmarkt bekanntgegeben. Das ist der erste Bericht zur Lage des marokkanischen Arbeitsmarkts in diesem Jahr und er vergleicht das erste Quartal 2021 mit dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Die Arbeitsmarktsituation im ersten Quartal 2021 leidet noch immer unter den Auswirkungen der Coronavirus Gesundheitskrise, die die Volkswirtschaft im Jahr 2020 erlebt hat. Sie war vor allem durch die Zunahme von Arbeitslosigkeit und mangelnder Erwerbstätigkeit gekennzeichnet. Besonders betroffen sind Frauen und junge Menschen.

Netto Verlust von 202.000 Arbeitsplätze in Marokko.

Zwischen dem ersten Quartal 2020 und dem ersten Quartal 2021 verlor die marokkanische Volkswirtschaft, nach den Erhebungen der HCP, bei einer Schaffung von 56.000 Arbeitsplätzen in städtischen Gebieten und einem Verlust von 258.000 in ländlichen Gebieten, 202.000 Arbeitsplätze auf nationaler Ebene, hauptsächlich informelle Arbeitsplätze (185.000 Stellen). Ein Jahr zuvor, zwischen den ersten Quartalen 2019 und 2020, wurde noch ein Zuwachs von netto 77.000 Arbeitsplätze registriert.

Offiziell über 1,5 Mio. registrierte Arbeitslose.

Mit einem Anstieg von 242.000 registrierte Arbeitslose (Anm. des Autors: nicht jeder verlorene Arbeitsplatz führt zu einem neuen registrierten Arbeitslosen), davon 185.000 in städtischen und 57.000 in ländlichen Gebieten, erreichte die Anzahl der Arbeitslosen auf nationaler Ebene 1.534.000 Personen.

Arbeitslosigkeit
Quelle HCP – Entwicklung Arbeitslosenzahlen Q1 2020 vs. Q1 2021

Die Arbeitslosenquote stieg auf nationaler Ebene von 10,5 % auf 12,5 %, in städtischen Gebieten von 15,1 % auf 17,1 % und in ländlichen Gebieten von 3,9 % auf 5,3 %. Bei den Frauen stieg sie stark an, von 14,3 % auf 17,5 %, bei den jungen Leuten im Alter zwischen 15 und 24 Jahren von 26,8 % auf 32,5 % und bei den Hochschulabsolventen von 17,8 % auf 19,8 %.

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