Marokko befreit Elektro- und Hybridfahrzeuge von Einfuhrzöllen und Steuern.

Keine Einfuhrzölle und Steuern (Vignette) für umweltfreundliche Elektro- und Hybridfahrzeuge. Bis 2030 sollen in Marokko 10% elektrifizierte Fahrzeuge fahren.

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Keine Einfuhrzölle und Steuern (Vignette) für umweltfreundliche Elektro- und Hybridfahrzeuge.

Rabat – Im Rahmen des Umweltschutzes hat Marokko beschlossen keine Einfuhrzölle und Steuern für umweltfreundliche Elektro- und Hybridfahrzeuge zu erheben. Das Königreich möchte Teile seiner Steuerpolitik dazu nutzen neue Anreize zu schaffen, so dass sich die Bevölkerung mehr für den Umweltschutz engagiert. Aus Sicht der Regierung birgt der Straßenverkehr große Potentiale um sich gegen den Klimawandel aufzustellen.

Wie der Vorsitzende der marokkanischen Agentur für Energieeffizienz (AMEE), Said Mouline, ankündigte, ist das nur ein Teil eines umfassenden Steuerpakets. Im Interview gegenüber dem Wochenmagazin „Finance“ erläuterte Saida Mouline, dass zusätzliche Anreize für umweltfreundliche Technologien geschaffen werden müssen. Moderne Fahrzeugtechnik, die Marokko helfen kann die Klimaziele zu erreichen, findet sich in elektrifizierten Fahrzeugen.

Ab 2017 keine Einfuhrzölle und Steuern für Elektro- und Hybridfahrzeuge mehr.

Ab 2017 sollen daher die Einfuhrzölle und sogar die KFZ-Steuer (Vignette) auf Elektromobile und Hybridfahrzeuge entfallen. Im aktuellen Haushaltsplan der Regierung ist der Wegfall von sog. Vignetten – Einnahmen berücksichtigt.

Bereits auf der Weltklimakonferenz COP22 in Marrakech wurden die Teilnehmer mit Elektrofahrzeugen transportiert. Dabei stellte vor allem Renault die entsprechende Fahrzeugflotte.

Renault plant Produktion von Elektro- und Hybridfahrzeugen in Tanger.

Für den marokkanischen Markt sollen im Renault-Werk in Tanger Fahrzeuge montiert werden. Um weitere Anreize zu schaffen verhandelt, laut moroccoworldnews, Renault mit Marokko über eine ermäßigte Mehrwertsteuer von 10% auf die elektrifizierte Fahrzeugflotte.

Marokko verfolgt ehrgeizige Klimaziele. Alleine bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um 12% sinken und 10% der Fahrzeuge mit Elektroantrieb ausgestattet sein.

Weitere Maßnahmen werden nötig werden.

Aber alleine Steueranreize zu schaffen wird für eine verstärkte Nutzung von Elektro- und Hybridfahrzeugen nicht reichen. Diese Erfahrungen macht gerade auch Deutschland. Viel wichtiger ist die technische Weiterentwicklung der Fahrzeuge, so dass eine relevante und alltagstaugliche Reichweite angeboten werden kann. Ebenso wird eine entsprechende Infrastruktur für die Fahrzeuge benötigt. Neben der Wartung und der Ausstattung mit bezahlbaren Ersatzteilen bedarf es ausreichende Ladestationen.

Ähnlich wie in Deutschland stellt sich letztendlich die Preisfrage. Gerade in Marokko hält Renault mit der Billigmarke Dacia einen hohen Marktanteil bei Neufahrzeugen. Dieser hohe Marktanteil ergibt sich aus dem relativ günstigen Preis der Fahrzeuge, die auch in Marokko endmontiert werden.

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