Marokko – Behörde verhängt Geldbußen gegen TV-Sender.

Verstoß gegen Werberichtlinien.

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Marokko größten TV-Sendeanstalten

Bis zu drei Millionen MAD Geldbuße wegen Verstößen gegen Werberichtlinien

Rabat – Die Hohe Behörde für audiovisuelle Kommunikation (HACA) hat in dieser Woche gegen die beiden großen TV – Sendeanstalten Marokkos empfindliche Geldbußen verhängt. Betroffen sind die öffentlich-rechtliche Sendergruppe SNRT mit dem Hauptsender Al Aloula wie auch der Privatsender 2M.TV. Die Behörde sah mehrfache Verstöße gegen die geltenden Werberichtlinien.

Strafen erreichen bis zu drei Millionen MAD

Die SNRT Groupe wird für die Verstöße auf dem Sender Al Aloula mit einer Geldbuße von 800.000,- marokkanische Dirham (MAD) belegt. Eine deutlich höhere Geldbuße soll der Privatsender 2M.TV zahlen. Hier verhängte die Behörde eine Geldbuße von drei Millionen MAD. Die Behörde sah es als ausreichend belegt, dass beide Sendeanstalten während des für Muslime heiligen Monats Ramadan 2017 zu viele Werbespots in zu kurzen Abständen ausgestrahlt haben.

Verstoß gegen Werberichtlinien.

Anders als zuerst vermutet geht es der Behörde nicht um die Werbeausstrahlungen selbst, im Sinne von Inhalt und Gestaltungen, sondern rein um formale Regeln der Werbeblockgestaltung. Hier sollen beide Sendergruppen die geltenden Werberichtlinien in 272 Fällen (Al Aloula) bzw. (280) Fällen 2M.TV verletzt und unzulässige Werbeeinnahmen erzielt haben. Die Richtlinien sehen vor, dass Werbeblöcke mindesten 20 Minuten von einander getrennt sein müssen. Die Sendergruppen sollen teils die Abstände auf drei Minuten reduziert haben. Gleichzeitig dürfen Werbeblöcke nicht mehr als sechs Minuten ausgestrahlt werden. Auch hier sollen die Sender wiederholt die zulässige Länge der Werbeblöcke überschritten haben. Gerade der Fastenmonat Ramadan ist der Werbeintensivste Zeitraum in der muslimischen Welt. Daher sind alle Sender versucht ihre Einnahmen zu erhöhen.

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