Marokko – Bitcoin – Mining in Marokko

Anlage in der Nähe von Dakhla

Investoren bauen Serverpark mit eigener 36 Megawatt Windkraftanlage.

New York – Die Tochterfirma Soluna, die zur Private-Equity Gesellschaft Brookstone und Partners gehört, hat bereits seit einigen Wochen angekündigt, sich stärke in der Generierung von Bitcoins zu engagieren. Als neuen Standort für eine entsprechende Server-Farm hat man sich in New York das Königreich Marokko ausgesucht.

Nun wurde der Start für den Bau der Anlage bekanntgegeben. Baubeginn ist Januar 2019. Das besondere an der Anlage ist die geplante Stromversorgung. Hier will man bei Soluna eine unabhängige Stromversorgung aufbauen. Dazu soll eine Windkraftanlage mit ca. 36 Megawatt Leistung aufgebaut werden. Die Stromleistung der Anlage soll nicht nur dazu ausreichen die Server zu betreiben, sondern es sollen ca. 20% der Leistung in das allgemeine Stromnetz des Königreichs eingespeist werden. Dies nicht kostenlos, sondern man erhofft sich damit auch Einnahmen durch entsprechende Stromkunden.

Windkraftanlage
Windkraft in Nordafrika

Anlage in der Nähe von Dakhla

Die US-amerikanischen Investoren haben sich als Standort Dakhla im Süden Marokkos ausgesucht. Dies bestätigte Firmensprecher Yoav Reisler gegenüber Ars Technical. Das Unternehmen hat ca. 9250 Hektar (37.000 amerikanische Morgen) Land in der Region gekauft. Die Fläche soll theoretisch genügen, um bis zu 900 Megawatt Leistung zu erzeugen. Damit würde einer der größten Windkraftanlagen in Afrika entstehen. Das von der New Yorker Private-Equity-Gesellschaft Brookstone Partners gegründete Unternehmen hofft rund 100 Millionen US-Dollar für die Fertigstellung des Projekts aufzubringen, das neben den 36 Megawatt Windkraftanlage ein entsprechendes Rechenzentrum, mit bis zu 18 Megawatt Kapazität (Verbrauch) sowie einem Energiespeichersystem umfassen wird, um das Rechenzentrum zu versorgen, wenn der Wind mal keine Energie liefert.

Bitcoins sind in Marokko verboten.

Das Projekt ist nicht ganz unumstritten in Marokko. Das nordafrikanische Königreich steht der Krypto-Währung sehr skeptisch gegenüber. Erst im November letzten Jahres hat Marokko die Nutzung der Währung im eigenen Land verboten und verfolgt auch Handlungen, die die heimische Währung durch Bitcoins ersetzen könnten. Damit ist Marokko nicht alleine. Zahlreiche Länder haben im letzten Jahr Bitcoins und ähnliche Systeme verboten.

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