Marokko – British Sound Energy erhält Erdölabkommen.

Das Erdölabkommen tritt nach Genehmigung durch Energie- u. Finanzministerium in Kraft.

Erdölabkommen
Erdölabkommen zwischen Marokko und Sound Energy.

Neue Öl- und Gasvorkommen in Sidi Moktar vermutet.

Rabat – Das britische Unternehmen Sound Energy, das auf die Suche und Förderung von Erdgas und Erdöl in Nordafrika spezialisiert ist, hat mit Marokko ein neues Erdölabkommen geschlossen. Dies gab das Unternehmen in einer Veröffentlichung an seine Aktionäre am 12. Februar 2018 bekannt. Die mit Marokko getroffene Vereinbarung hat eine Laufzeit von acht Jahren ab Unterzeichnung. Das Erdölabkommen sieht vor, dass Sound Energy in der Region rund um die Stadt Sidi Moktar, westlich von Marrakech, nach Öl und Gas suchen kann. Das Suchgebiet erstreckt sich auf eine Fläche von 4.499 Quadratkilometern rund um Sidi Moktar. Sound Energy ist bereits an den Gas- und Ölfeldern in der Nähe der Stadt Kenitra sowie der Stadt Tendrara beteiligt.

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Das Erdölabkommen tritt nach Genehmigung durch Energie- u. Finanzministerium in Kraft.

Das Erdölabkommen wurde von Sound Energy und L’Office National des Hydrocarbures et des Mines (ONHYM), der marokkanischen staatlichen Regulierungsbehörde für Erdölgeschäfte, unterzeichnet und wird mit der Genehmigung der marokkanischen Ministerien für Energie und Finanzen in Kraft treten, so das britische Unternehmen in seiner Erklärung weiter.

Marokko und Sound Energy gründen das gemeinsame Unternehmen „Sidi Moktar Onshore“. In den ersten acht Jahren hält Sound Energy 75% an der Gesellschaft. Das Königreich Marokko, vertreten durch die ONHYM, ist mit 25% an der Unternehmung beteiligt.

Marokkos streben nach eigenen Energiequellen.

Marokko ist fast vollständig abhängig von Energieträgern aus dem Ausland. Für den Import von Gas und Öl wird ein Großteil der Devisen jedes Jahr ausgegeben. Von dieser Abhängigkeit will sich Marokko langfristig und soweit wie möglich befreien. Dazu setzt man auf den Ausbau erneuerbarer Energiequellen sowie auf die Entdeckung und Ausbeutung eigener Quellen an fossilen Energieträgern. Marokkos Energiebedarf steigt jährlich und damit auch der Druck immer mehr Energieträger zu importieren. Diese Entwicklung steht im Widerspruch zum Kampf gegen den Klimawandel und gefährdet in Teilen auch die neue Wirtschafts- und Afrikapolitik des Landes. Einer der wichtigsten Gaslieferanten ist Algerien. Diese Abhängigkeit und die damit verbundenen politischen Risiken möchte man ebenfalls mindern.

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