Marokko – Einfuhrstopp für Rinder aus Großbritannien und Nordirland wegen BSE

Vorbeugende Aussetzung / Präventive Suspendierung

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Ausbruch des sogenannten BSE-Rinderwahrsinns sorgt in Marokko für Einfuhrbeschränkungen für Rinder aus Großbritannien und Nordirland

Rabat – Die Verwaltung für Zölle und indirekte Steuern (ADII) kündigt die Einstellung von Viehimporten aus dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland an.

Die ADII habe die Erzeugnisse bzw. Zollkontingente des Assoziationsabkommens zwischen Marokko und dem Vereinigten Königreich in ihrem am 5. Januar veröffentlichten Rundschreiben 6404/222 aufgelistet.

Marokko habe demnach beschlossen, die Einfuhr von Rindern aus dem „Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland“ aufgrund der Gesundheitslage einzustellen. Ursache sei ein neuer Ausbruch der Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE), besser bekannt als Rinderwahn.

Infolge dieser Beschränkung wird Marokko auf den Verbrauch von fast 5.500 Kälbern, 14 Tonnen Bullen und fast 750 Tonnen Rindfleisch in einem Jahr verzichten, wie es in dem Rundschreiben heißt.

Vorbeugende Aussetzung / Präventive Suspendierung

In den 1980er Jahren brach im Vereinigten Königreich der sog. Rinderwahn (BSE) aus, der sich durch die Verwendung von kontaminiertem Tiermehl bzw. Futter in Europa und in der übrigen Welt weit verbreitete. BSE steht im Verdacht, die Ursache der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) beim Menschen zu sein. Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern habe dies zu ernsten Bedenken sowie einem starken Rückgang des Fleischkonsums geführt.

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