Marokko – Erneut Gasfeld in Marokko entdeckt.

Marokko strebt danach weitere Energiequellen zu erschließen.

Gasfeld
Neues Gasfeld in Marokko entdeckt.

Britische Bohrgesellschaft bestätigt Entdeckung.

London – Die britische und in London ansässige SDX Energy Inc. hat ein weiteres Gasfeld in Marokko entdeckt. Wie die Fachzeitschrift für Öl- und Gasförderung E&P mitteilt, hat SDX Energy diesen erneuten Fund ihm Rahmen des sog. ONZ-7 Projekts gemacht. Am letzten Dienstag, den 23. Januar 2018, hat das Unternehmen die Entdeckung bestätigt. Dies ist der vierte Fund eines Öl- oder Gasfeldes in Marokko durch SDX Energy. Der genaue Standort wurde nicht mitgeteilt. Es kann aber vermutet werden, dass die Entdeckung in der Region Sebou, nördlich von Meknés gemacht worden ist. Erst vor wenigen Monaten meldete das gleiche Unternehmen die Entdeckung eines Gasfeldes vor der Küste Marokkos, in der Nähe von Kenitra.

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Gasfeld in über 1.000 Meter Tiefe.

Der CEO Paul Welch teilte mit, dass das Gasfeld in einer Tiefe von 1.167 Meter gefunden worden ist. Erste Tests hätten ergeben, dass die Größe und die Qualität des Gasfeldes die ursprünglichen Vermutungen übertreffen würden. Man geht davon aus, dass man in naher Zukunft das Gasfeld in den marokkanischen Versorgungskreislauf einbinden kann.

Marokko strebt danach weitere Energiequellen zu erschließen.

Das nordafrikanische Königreich tätigt enorme Investitionen in die eigene Energieversorgung. Marokko möchte die Abhängigkeit von Importen bei der Energieversorgung verringern. Derzeit muss Marokko fast seinen ganzen Bedarf an Energie aus dem Ausland importieren, was zu enormen Abflüssen der knappen Devisenbestände führt. Gas und Öl kommen zu nicht unerheblichen Teilen vom Nachbarn und Rivalen Algerien. Diese Versorgungsquelle wird als politisch riskant bewertet. Im Rahmen seiner Süd-Süd-Strategie hat Marokko einen Kooperationsvertrag mit Nigeria abgeschlossen. Die beiden Länder planen den Bau einer Pipeline von Nigeria bis an die Mittelmeerküste bei Casablanca. Nigeria wird dann zahlreiche Länder entlang der Atlantikküste und in Europa mit Gas und Öl versorgen.

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Ausbau der regenerativen Energiequellen.

Marokko investiert aber nicht nur in die Suche nach eigenen Energiequellen, sondern versucht seinen Energiebedarf durch den Auf- und Ausbau von regenerativen Energiequellen zu decken. Dazu gehören der Bau von Staudämmen und damit von Wasserkraftwerken sowie der Bau von Solarparks. In der Nähe von Ouarzazate steht das größte Solarpanelfeld der Welt Noor I-IV. Ein etwas kleineres Feld soll in der Nähe von Midelt gebaut werden.

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