Marokko – Erntejahr schließt mit 39% Verlust bei Getreide ab.

Deutlich geringerer Niederschlag drückt Getreideertrag.

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Getreide
Ernteergebnis bei Getreide

Ertragseinbußen bei Getreide 2019/2020 gegenüber einem durchschnittlichen Erntejahr liegen bei 57%.

Rabat – Das Landwirtschaftsministerium gab die Ergebnisse zum Getreideertrag in der Landwirtschaftssaison 2019/2020 bekannt. Danach sank der Getreideertrag bei allen drei wesentlichen Sorten gegenüber der Saison 2018/2019 um 39%. Anders als in der Vergangenheit basieren die erhobenen Werte, durch die Coronavirus- Eindämmungsmaßnahmen bedingt, auf eine Telefonumfrage unter den Landwirten. Diese Umfrage ermöglichte es, fast 6.400 Messwerte über die Erträge der Getreidefelder in den verschiedenen Regionen des Königreichs zu sammeln und die Getreideproduktion für die Saison 2019/2020 zu berechnen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums.

So wird das finale Ertragsergebnis der drei Hauptgetreidearten auf 32 Millionen Doppelzentner geschätzt, ein Rückgang von 57% gegenüber einem durchschnittlichen Jahr im Rahmen des Plans „Grünes Marokko“ (75 Millionen Doppelzentner) und ein Rückgang von 39% gegenüber der vorangegangenen Saison, die bereits ein unterdurchschnittliches Jahr für die Getreideproduktion war (52 Millionen Doppelzentner).

Deutlich geringerer Niederschlag drückt Getreideertrag.

Die Getreideaussaatfläche betrug in dieser Saison 4,34 Millionen Hektar, so der Bericht weiter. Nach Sorten aufgeschlüsselt war die Getreideproduktion auf 17,7 Millionen Doppelzentner bei Weichweizen, 7,9 Millionen Doppelzentner bei Hartweizen und 6,4 Millionen Doppelzentner bei Gerste begrenzt.

Das Getreidewirtschaftsjahr 2019/2020 litt unter besonders schwierigen Witterungsbedingungen. Die Niederschlagsmenge im abgeschlossen Erntejahr lag bis Ende Mai 2020 bei 239 mm, was 31% unter dem 30-jährigen Durchschnitt (348 mm) und 19% unter dem des Vorjahres (295 mm) zum gleichen Zeitpunkt liegt.

Neue landwirtschaftliche Saison beginnt ebenfalls mit geringen Niederschlägen.

Auch die Niederschläge während der aktuellen landwirtschaftlichen Saison 2020/2021 waren durch eine schlechte zeitliche Verteilung gekennzeichnet. Bereits jetzt ist klar, dass eine geringere Anbaufläche bestellt werden konnte, was geringere Ernteerträge erwarten lässt.

Späte Regenfälle im April und Mai begünstigten die lokale Aussaat in den Berggebieten, ohne wesentliche Auswirkungen auf die großen Getreideanbaugebiete, deren Produktionszyklus bereits abgeschlossen war, so das Ministerium abschließend.

Marokko – Getreideimporte um rund 50% gestiegen.

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