Marokko – Freihandelsabkommen mit Türkei wird weiter erörtert.

Regierungssprecher bestätigt Anfrage der Türkei.

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Türkei
Türkei und Marokko

Türkei hat in Rabat um mehr Zeit, für Analysen und Verbesserungsvorschläge, gebeten.

Rabat – Am vergangenen Donnerstag, den 30. Januar 2020, sollten die Verhandlungen über die Überarbeitung des Freihandelsabkommens zwischen Marokko und der Türkei beginnen. Zuvor sollte eine Arbeitsgruppe die wichtigsten Arbeitsfelder identifizieren. Die Türkei sagte zu, binnen 14 Tagen eine Stellungnahme zur Kritik Marokkos zu formulieren.

Marokko droht seit Monaten mit der Aufkündigung des Freihandelsabkommens, weil die bilaterale Handelsbilanz ein Defizit zu Lasten von Marokko in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar ausweisen soll. Das nordafrikanische Königreich wirft der Türkei vor unlautere Methoden anzuwenden, um die eigenen Unternehmen zu schützen und marokkanische Unternehmen beim Markteintritt zu behindern. Zuletzt setzten marokkanische Textilhändler die Regierung in Rabat unter Druck, so dass diese das seit 2004 bestehende Freihandelsabkommen in Frage gestellt hat.

Regierungssprecher bestätigt Anfrage der Türkei.

Die türkische Seite hat um mehr Zeit gebeten, um auf die Kritikpunkte Marokkos erwidern zu können, bestätigte der marokkanische Regierungssprecher Lahcen Abyaba, unter Berufung auf den Industrieminister Moulay Hafid El Alamy am Ende des Regierungsrates am vergangenen Donnerstag.

„Die Verhandlungen kommen gut voran. Es haben mehrere Treffen zwischen den beiden Parteien stattgefunden“, erfuhr Media24 aus Quellen, die mit dem Vorgang vertraut sein sollen.

Am 20. Januar hatten Marokko und die Türkei vereinbart, die Bedingungen des derzeitigen Freihandelsabkommens im Hinblick auf einen „ausgewogenen Handel“ zu überprüfen.

Beide Parteien sollten ihre jeweiligen Delegationen anweisen, unverzüglich die Arbeit an den vereinbarten Themen aufzunehmen und die Fortschritte bis zum 30. Januar 2020 zu präsentieren.

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