Marokko – Freude über 206% mehr Getreideertrag in der laufenden Saison.

Vor allem höhere Niederschlagsmengen begünstigen positives Ernteergebnis.

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Getreideernte
Getreideernte

Landwirtschaftsministerium prognostiziert für die Landwirtschaftssaison 2020/2021 ca. 98 Mio. Doppelzentner Getreide.

Rabat – Wie das Landwirtschaftsministerium in seiner aktuellen Prognose mitteilt, wird für das diesjährige Erntejahr eine „sehr gute Getreidesaison“ erwartet.

„Die prognostizierte Produktion der drei Hauptgetreidearten für die Saison 2020/2021 wird auf ca. 98 Mio. Doppelzentner geschätzt, d.h. eine Steigerung von 54,8% im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt und 206% im Vergleich zur vorherigen Saison“, heißt es in der Erklärung vom 30. April. 2021.

Im Einzelnen wird die diesjährige Weichweizenproduktion voraussichtlich 48,2 Mio. Doppelzentner betragen. Für Hartweizen und Gerste wird eine Produktion von 23,4 Mio. Doppelzentnern bzw. 26 Mio. Doppelzentnern erwartet. In Bezug auf den erwarteten Ertrag gehört diese Saison zu den besten der letzten zehn Jahren, so das marokkanische Landwirtschaftsministerium in der Erklärung weiter.

Vor allem höhere Niederschlagsmengen begünstigen positives Ernteergebnis.

Das Ministerium verweist auf eine gute Niederschlagsmenge, die in dieser Saison ca. 12% über dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre lag. Zugleich verteilte sich der Niederschlag gleichmäßig über die gesamte Saison und über alle Anbaugebiete. Für Marokko ist die Landwirtschaft der Primärsektor der Volkswirtschaft. Je besser die Ernteergebnisse in einem Jahr sind, desto eher ist zu erwarten, dass das Wirtschaftsjahr positiv verläuft. Der Getreideertrag ist sowohl für die Viehwirtschaft, im Sinne von Futtermitteln, wie auch für den privaten Konsum sehr wichtig, da der Konsum von Brot und anderen Backwaren im Land sehr hoch ist. Zugleich stieg der Bedarf durch das Bevölkerungswachstum und sank der Ertrag durch den Klimawandel und mehrere Dürren. Seit vielen Jahren ist Marokko gezwungen, Weizen auf dem Weltmarkt zu importieren. Ein hoher Ernteertrag verringert daher den Druck auf die Außenhandelsbilanz und schont die Devisenreserven.

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