Marokko – Inflation für 2022 mit 6,6% von der HCP ermittelt.

Inflation je nach Region unterschiedlich.

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(c) MAGHREB-POST GmbH - Verbraucher - Marktstand - Gemüse und Obst

Vor allem Nahrungsmittel sind im vergangenen Jahr 2022 deutlich teurer geworden. Inflation scheint sich abzuschwächen.

Rabat – Die landeseigenen Statistiker hatten nun Gelegenheit erste Zahlen zur Gesamtinflation im Jahr 2022 zusammenzustellen. Der durchschnittliche jährliche Verbraucherpreisindex (VPI) verzeichnete am Ende des Jahres 2022 einen Anstieg von 6,6% im Vergleich zum Jahr 2021, so eine Informationsmitteilung des Hohen Planungskommissariats (HCP).

Insbesondere Nahrungsmittel sind 2022 teurer geworden.

Nach dem Bericht beläuft sich die Teuerungsrate (Inflation) für Nahrungsmittel auf 11,0% und für Non-Food-Produkte auf 3,9%. Die bei den Non-Food-Produkten verzeichneten Veränderungen reichen von einem Anstieg um 0,1% bei Gesundheitspflege bis zu 12,2% bei Transport. Der Indikator der Kerninflation wäre im Jahr 2022 im Vergleich zum Jahr 2021 um 5,8% gestiegen.

Inflation je nach Region unterschiedlich.

Die höchsten Anstiege des jährlichen VPI wurden in Al-Hoceima mit 8,4%, in Kenitra und Beni-Mellal mit 8,0%, in Errachidia mit 7,6%, in Marrakech mit 7,3%, in Safi mit 7,0%, in Fes und Oujda mit 6,9% und in Tetouan und Meknes mit 6,8% verzeichnet.

Inflation im Monatsvergleich November zu Dezember 2022 gering.

Der VPI stieg im Dezember 2022 außerdem um 0,1 % im Vergleich zum Vormonat und der zugrunde liegende Inflationsindikator um 0,7%. Diese Veränderung ist auf das Ergebnis eines Anstiegs des Nahrungsmittelindex um 0,7% und eines Rückgangs des Index für Nicht-Nahrungsmittel um 0,4% zurückzuführen. Die zwischen November und Dezember 2022 beobachteten Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln betrafen hauptsächlich Milch, Käse und Eier mit 2,3%, Öle und Fette mit 1,9%, Fisch und Meeresfrüchte mit 1,7%, Gemüse mit 1,1%, Kaffee, Tee und Kakao mit 0,7%, Brot und Getreide mit 0,4% und Fleisch mit 0,1%.

Dagegen sanken die Preise für Obst um 1,8%. Bei den Non-Food-Produkten betraf der Rückgang vor allem die Kraftstoffpreise mit 7,5%. Unter diesen Umständen wäre der Indikator der Kerninflation, der Produkte mit volatilen Preisen und Produkte mit öffentlichen Tarifen ausschließt, im Dezember 2022 gegenüber dem Vormonat um 0,7% gestiegen.

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