Marokko – König fordert COVID-19 Massentests in Unternehmen.

Marokko bereitet sich auf die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Tätigkeit vor.

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König
König Mohammed VI. trägt bei Terminen die neue marokkanische Schutzmaske gegen das Coronavirus COVID-19

Unternehmerverband CGEM und Gesundheitsministerium sollen Arbeitnehmer besser vor Coronavirus – Infektionen u. COVID-19 schützen.

Rabat – König Mohammed VI. fordert COVID-19 Massentests, um Beschäftigte des privaten Sektors zu schützen. Ziel des sog. Screenings soll es sein, die Mitarbeiter zu schützen, indem das Risiko der Verbreitung des Virus am Arbeitsplatz begrenzt wird. König Mohammed VI. hat die Arbeitgeber aufgefordert, im Rahmen des Mitwirkungsansatzes für die Bewältigung der COVID-19-Krise, eine Massenuntersuchung durchzuführen. Das Gesundheitsministerium und der Allgemeine Unternehmensverband Marokkos (CGEM) zitierten die Anweisungen des Königs in einer gemeinsamen Erklärung vom 3. Juni.

Ansatz stützt sich auf Erfahrungen im Bankensektor.

Die Tests würden der Maßnahme ähneln, die seit dem 16. Mai, in Partnerschaft zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Berufsverband der Banken in Marokko (GPBM), in Bankinstituten durchgeführt wird. Die Tests in den Bankinstituten erbrachten „ausgezeichnete Ergebnisse und erbrachten den Nachweis von nur zwei infizierten Fällen, bei mehr als 8.100 bis heute durchgeführten Tests“, hieß es in der Erklärung.

König Mohammed VI. wies das Gesundheitsministerium an, dem CGEM alle notwendigen Ressourcen und Ausrüstungen zur Verfügung zu stellen, um eine landesweite Kampagne zum Screening auf COVID-19 Infektionen bei Angestellten von Unternehmen des privaten Sektors zu starten.

Das Ministerium und der CGEM schlossen die Erklärung mit der Bemerkung, dass die Aktion zur Wiederaufnahme einer sicheren Tätigkeit beitragen wird, die „unter den besten Bedingungen“ stattfinden soll.

Marokko bereitet sich auf die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Tätigkeit vor.

Marokko hat bisher (Stand 3. Juni 2020 18:00 Uhr) 7.922 COVID-19 Fälle bestätigt, darunter 206 Todesfälle und 6.866 genesene Patienten. Inzwischen wurden weitere über 230.000 Verdachtsfälle durch Tests ausgeschlossen. Der Gesundheitsnotstand soll zum 10. Juni 2020 enden bzw. abgeschwächt werden, sofern es über einen Zeitraum von zwei Wochen zu sehr niedrigen Neuinfektionszahlen und einer Reproduktionsrate unter 1 gekommen ist. Das nordafrikanische Land hat die Gesundheitskrise auch dazu genutzt, um eigene medizinische Kapazitäten aufzubauen. So wurde die Anzahl der Testlabors aufgestockt, ja sogar mobile Testlabors auf die Straße gesetzt. Zuletzt wurde bekannt, dass das Land einen eigenen COVID-19 Test besitzt, dessen Wirksamkeit auch durch internationale Labors bestätigt wurde. Alles Voraussetzungen, um Massentests umsetzen zu können. Inzwischen produziert das Königreich eigen Schutzmaterialien für den Gesundheitssektor und für die breite Bevölkerung und wird zum Exporteur, z.B. für Mund- und Nasenschutz (Masken) vor den Toren Europas.

Marokko – Eigener COVID-19 Schnelltest entwickelt.

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