Marokko – König weist Sonderfond von 10 Milliarden MAD an.

Regierung soll Einsatzrichtlinien erarbeiten.

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König
König Mohammed VI. von Marokko.

Regierung soll zusätzliche Finanzmittel im Kampf gegen den Coronavirus für Gesundheit und Wirtschaft bereitstellen.

Rabat – Der marokkanische König Mohammed VI. hat die Regierung angewiesen, zusätzliche Finanzmittel bereitzustellen. Nach Anweisung des Königs soll ein Sonderfond von 10 Milliarden marokkanische Dirham MAD eingerichtet werden. Dies entspricht ca. 933 Millionen EURO*. Mit den zusätzlichen Finanzmitteln soll, im Kampf gegen den Coronavirus, der Ankauf von benötigten medizinischen Gütern, sofern nötig, bestritten werden können. Zusätzlich sollen mit dem Geld Unternehmen unterstützt werden können, die durch die Folgen der in Kraft getretenen Schutzmaßnahmen Einbußen hinnehmen müssen. Im Fokus stehen Wirtschaftssektoren, die besonders für externe Schocks anfällig sind, wie der Tourismus. Ziel ist es, bedrohte Arbeitsplätze zu sichern.

Regierung soll Einsatzrichtlinien erarbeiten.

Die konkreten Einsatzrichtlinien und Umsetzungsvorschläge sollen zeitnah von der Regierung erarbeitet werden. So sollen die Finanzmittel auch in die medizinische Infrastruktur fließen. Zur Beschaffung der Finanzmittel wird in dem königlichen Erlass nichts erläutert. Hier ist die Regierung El Othmani in der Pflicht. Es könnten Umschichtungen im laufenden Haushalt drohen, Gebühren und Steuererhöhungen folgen oder die Neuverschuldung angehoben werden. Marokko hat einen Sonderverfügungsrahmen (Dispokredit) von rund drei Milliarden US-Dollar bei der Weltbank, der für Krisensituationen genutzt werden kann. Darüber hinaus hat die Weltbank bis zu 12 Milliarde US-Dollar an Sonderkrediten für alle Länder zugesagt, die ihr medizinisches System, in Folge der Pandemie mit CORVID-19, ausbauen müssen.

*Wechselkurs Stand 15. März 2020

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