Marokko – Konferenz der 15 größten Finanzminister in Afrika geht zu Ende.

Afrikanische Volkswirtschaften sollen robuster und nachhaltiger gestaltet werden.

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Austausch der AU Finanzministerinnen und Finanzminister zu Wirtschaftsentwicklung nach der COVID-19 Pandemie in Rabat

Rabat – Die Sitzung des Komitees der 15 Finanzminister:innen (F15) der Afrikanischen Union (AU), die vom am 13. Juni – 14. Juni 2022 in Rabat stattfand, beschäftigte sich mit dem Thema „Bewältigung der COVID-19 Pandemie und des Ukraine-Konflikts, Stärkung der Widerstandsfähigkeit der afrikanischen Volkswirtschaften und der finanziellen Stabilität der Afrikanischen Union“.

An der Sitzung nahmen unter anderem die Finanzminister der AU-Mitgliedstaaten, die Mitglieder des Ausschusses sind, der AU-Kommissar für wirtschaftliche Entwicklung, Handel, Industrie und Bergbau, Experten aus den Finanzministerien des Ausschusses, die ständigen Vertreter sowie Vertreter der AU-Kommission und der Afrikanischen Koordinierten Initiative für Steuerreformen teil.

Marokko betont die Entwicklung einer gemeinsamen Steuerkultur und Einhaltung von gemeinsamen Regeln für den Staatshaushalt.

Die Gastgeberin, die marokkanische Wirtschafts- und Finanzministerin Nadia Fettah, betonte bei einer Ansprache, dass dieses Treffen eine Gelegenheit sei, die Unterstützung aller Mitglieder des Ausschusses hinsichtlich der mit dem Kigali-Beschluss eingeleiteten Reformen zu bekräftigen, mit denen eine Steuer- und Finanzkultur in der Union geschaffen werden soll, die auf den Grundsätzen der guten Regierungsführung und der Rechenschaftspflicht beruht.

Sie fuhr fort: „Dies ist auch eine Gelegenheit, die laufenden Bemühungen der AU-Kommission zu würdigen, die zu bedeutenden Fortschritten bei der Umsetzung institutioneller Reformen geführt haben, wie etwa die Einrichtung einer Technologieplattform, um eine größere Transparenz bei den Einstellungsverfahren für das Personal der Union zu gewährleisten, und die Einhaltung aller goldenen Regeln bei der Aufstellung des Haushaltsplans 2022″.

Frau Fettah sagte in diesem Zusammenhang, dass der F15-Ausschuss, der sich der Dynamik der von der AU in den letzten Jahren eingeleiteten Steuer- und Finanzreformen verschrieben hat, zweifellos das am besten geeignete Gremium ist, um eine umfassende Vision für den weiteren Weg zu entwickeln und konkrete Antworten auf die Herausforderungen der Unionsfinanzierung zu geben.

Afrikanische Volkswirtschaften sollen robuster und nachhaltiger gestaltet werden.

Der Kabinettssekretär des kenianischen Finanzministeriums, Ukur Yatani, erklärte, das Treffen werde dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der afrikanischen Volkswirtschaften und die finanzielle Nachhaltigkeit der AU im Einklang mit der AU-Agenda 2063 zu verbessern, deren laufende institutionelle Reformen zur Integration und zum Fortschritt Afrikas führen sollen.

„Um die zahlreichen Herausforderungen, denen sich der Kontinent gegenübersieht, zu bewältigen, benötigt die AU verlässliche, vorhersehbare und angemessene Ressourcen, um ihre Programme zur Erreichung ihrer Entwicklungs- und Integrationsziele umzusetzen“, fügte er hinzu.

Monique Nsanzabaganwa, stellvertretende Vorsitzende der AU-Kommission, betonte, dass der Ausbruch der durch die Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise und die Krise in der Ukraine die Herausforderungen für den afrikanischen Kontinent noch verschärft haben. „Wir befinden uns derzeit in einer Inflationsspirale, aus der wir auf kurze Sicht nur schwer herausfinden werden“, sagte sie.

„Daher ist es notwendig, ein goldenes Regelwerk mit klaren Grundsätzen für das Finanzmanagement der Union aufzustellen und innovative Strategien zu entwickeln, um die Finanzkraft der Union wiederherzustellen“, betonte sie.

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