Marokko – Schrittweise Öffnung des Luftraums für weiter Fluggesellschaften.

Etihad und Emirates kündigen regelmäßige Verbindungen nach Casablanca und Rabat an.

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Luftraum
Bewegung im Luftraum

Etihad und Emirates bestätigen Flugverbindungen nach Casablanca und Rabat. KLM/Air France bereitet sich vor.

Dubai – Am marokkanischen Himmel scheint es in Kürze wieder mehr Bewegung zu geben. Seit der partiellen Grenzöffnung am 15. Juli 2020, die der marokkanische Außenminister als Sonderregelung im Rahmen des Gesundheitsnotstands bezeichnet, durfte man wieder nach Marokko einreisen. Dazu musste man zunächst einer bestimmten Gruppe von Personen angehören (MREs und Staatsangehörige, Wohnsitz in Marokko oder Familienangehöriger) und medizinische Anforderungen erfüllen. Seit dem 6. September 2020 kann man auch als Geschäftsreisender mit einer Einladung eines marokkanischen Unternehmens das Staatsgebiet betreten. Zuletzt durften auch Personen aus 17 visafreien Staaten einreisen, wenn sie ihren Aufenthaltsort per Hotelreservierung (Hotelbuchung) nachweisen konnten. Einzige Einschränkung war bisher, dass man per Luft nur mit Royal Air Maroc oder Air Arabia einreisen durfte. Bis auf Sonderflüge von KLM/Air France war der Luftraum den marokkanischen Fluggesellschaften vorbehalten. (alle Einreiseinformationen hier).

Schrittweise Öffnung der marokkanischen Luftraums für internationale Fluggesellschaften

Marokko versucht sich langsam wieder für Gäste zu öffnen und vor allem dem Hotelgewerbe neue Spielräume zu verschaffen. Finanziell gern gesehene Gäste sind Europäer und Personen aus der Golfregion, die oft in Marokko auch Investitionen tätigen. Die Öffnung des marokkanischen Luftraums für weitere Fluggesellschaften könnte daher ein Signal für kommende Schritte sein. Das nordafrikanische Königreich kämpft derzeit gegen hohe Werte bei den Coronavirus – Neuinfektionen. Zuletzt musste man an mehreren Tagen binnen nur einer Woche mehr als 2.000 SARS-COV 2 Neuinfektionen bestätigen. Teilweise stehen die größten Städte des Landes unter besonderen Eindämmungsregelns und sind vereinzelt sogar abgeriegelt. Zum Schutz vor Einschleppung des Virus und aus dem islamischen Gebot heraus, Seuchen nicht zu verbreiten, schloss das Land im Rahmen seines Gesundheitsnotstands, der aktuell noch bis zum 10. Oktober 2020 gelten soll, am 19. März 2020 (18:00 Uhr) die Grenzen und den Luftraum.

Etihad und Emirates kündigen regelmäßige Verbindungen nach Casablanca und Rabat an.

Als erste internationale Airlines kündigten Emirates und Etihad die Aufnahme von regelmäßigen Verbindungen nach Marokko an. Die Fluggesellschaft Etihad Airways kündigte am Dienstag an, dass sie ab Samstag, 19. September 2020, wieder Passagierflüge von Abu Dhabi nach Casablanca in Marokko aufnehmen wird. Die Fluggesellschaft wird dienstags, samstags und sonntags drei Flüge pro Woche durchführen. Etihad Airways wird Ende Oktober auch die Flüge nach Rabat, der Hauptstadt Marokkos, wieder aufnehmen. Die Fluggesellschaft bestätigte, dass sie zwei Tage pro Woche, mittwochs und freitags, nach Rabat fliegen wird.

Etihad
Etihad Airways

Auch die Airline Emirates gab am Dienstag dieselbe Entscheidung bekannt. Die Fluggesellschaft wird die Flüge zwischen Dubai und Casablanca am Freitag, 18. September, wieder aufnehmen. Die Flüge werden dreimal wöchentlich durchgeführt. Diese Verbindungen sind nicht nur für Touristen und Geschäftsleute wichtig. Viele Marokkanerinnen und Marokkaner leben als Arbeitskräfte in der Region.

Emirate
Emirate Airways

KLM/Air France nächster Kandidat

Die nächste Fluggesellschaft die in naher Zukunft einen regelmäßigen Flugbetrieb nach und aus Marokko anbieten könnte, wäre voraussichtlich KLM/Air France. Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Marokko und Frankreich sind eng. Bereits jetzt darf KLM/Air France „Sonderflüge“ durchführen, um eigene Staatsbürger zu befördern. Allerdings könnte sich eine Freigabe durch die marokkanischen Behörden noch etwas hinauszögern. Frankreich erlebt derzeit die häufig genannte und befürchtete zweite Coronavirus – Infektionswelle, mit bis zu 10.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Solange die Infektionsraten gerade in den Ballungszentren Paris, Marseille, Nizza und Bordeaux so hoch sind, Regionen mit relativ großer Zahl an Bürgern mit marokkanischen Wurzeln, wird das Königreich Vorsicht walten lassen müssen.

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