Marokko – Verbraucherpreise im Juli um 0,3% gesunken.

Im Jahresvergleich praktische Preisstabilität bei sinkenden Lebensmittelpreisen.

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Verbraucherpreise
Lebenshaltung, Erzeugerpreise, Preisindex

Waren des Alltags um 1,6% günstiger gegenüber Vormonat.

Rabat – Im Juli 2020 sank der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vormonat um den gewichteten Wert von 0,3%. Das gab die „Hohe Kommission für Planung“ HCP in einem aktuellen Bericht bekannt. Dabei beobachtete die Kommission einen Rückgang des durchschnittlichen Preisindex bei Waren des täglichen Bedarfes (Nahrungsmittelindex) um gar 1,6%. Die Preise im sogenannten Non-Food-Bereich stiegen zugleich um 0,5% an. Die zwischen Juni und Juli 2020 beobachteten Preisrückgänge bei Nahrungsmitteln betreffen hauptsächlich „Gemüse“ mit – 8,6%, „Fisch und Meeresfrüchte“ mit – 3,5%, „Milch, Käse und Eier“ mit – 0,9%, „Fleisch“ mit – 0,7% sowie „Öle und Fette“ mit – 0,5%. Bei den Nicht-Lebensmittelprodukten ist der Anstieg hauptsächlich auf „Brennstoffe“ mit + 6,9% zurückzuführen.

Verbraucherpreise
Quelle – HCP Juli 2020 Preisentwicklung nach Produktgruppen

Preisentwicklung je nach Region unterschiedlich.

Die stärksten Rückgänge des Verbraucherpreisindexes wurden in Oujda mit – 1,1%, in Fes mit – 0,7%, in Al-hoceima mit – 0,6%, in Tanger mit – 0,5%, in Casablanca, Kenitra und Settat mit  – 0,3% und in Marrakech sowie Meknés mit – 0,2% verzeichnet. Auf der anderen Seite wurde das Leben in Beni-Mellal mit + 1,4% und in Dakhla mit + 0,5% teurer.

Preisentwicklung
Quelle HCP Juli 2020 Preisentwicklung nach Regionen

Im Jahresvergleich praktische Preisstabilität bei sinkenden Lebensmittelpreisen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Verbraucherpreisindex im Juli 2020 einen Rückgang um – 0,1%, was auf den Rückgang des Index für Nahrungsmittel um – 1,1% und den Anstieg des Index für Nicht-Nahrungsmittel um + 0,5% zurückzuführen ist. Bei den Nicht-Lebensmittelprodukten reicht das Intervall der Veränderungen von einem Rückgang von – 1,6% im Bereich „Verkehr“ bis zu einem Anstieg von + 3,1% im Bereich „Bildung“.

 

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