Marokko – Wasserreserven deutlich gesunken.

Wasserreserven in den Staudämmen sinken.

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Wasser
Wasserreserven in Marokko gefährdet

Hohe Temperaturen und immer kürzere Regenphasen verschärfen die Dürre.

Rabat – Die anhaltende lange Phase geringer Niederschläge und die sehr hohen Temperaturen in den letzten Monaten und Sommern der Vorjahre haben bereits Spuren in den landwirtschaftlichen Erträgen hinterlassen. Insbesondere die Erträge bei der Getreideernte gingen wiederholt und deutlich zurück. Für die marokkanische Politik unzweifelhaft eine Folge des Klimawandels, der das nordafrikanische Land immer sichtbarer trifft. Aber auch schlechte Wasserwirtschaft führt zu sinkenden Beständen. Die Landwirtschaft orientiert sich zunehmend in Richtung Export mit Gemüsesorten und Obst, dass nicht selten hohe Wassermengen verbraucht. Marokko exportiert damit sein knappes Gut Wasser nicht selten nach Europa, Russland und in die USA.

Wasserreserven in den Staudämmen sinken.

Die Wasserkapazität der Staudämme in Marokko hat jetzt 6,19 Milliarden m3 (39,7% der potentiellen Füllmenge) erreicht, teilte das Ministerium für Infrastruktur, Transport, Logistik und Wasserwirtschaft mit.

Dieser Stand ist niedriger als der im gleichen Zeitraum im Jahr 2019 gemeldete, als die gespeicherten Wasservolumina 7,64 Milliarden m3 betrugen, was einer Speicherkapazität von 49% entspricht, so das Ministerium in seiner Presseerklärung.

Wasserstand regional sehr unterschiedlich.

Die Wasserknappheit ist regional unterschiedlich verteilt. So gibt es Regionen und Provinzen die deutlich über dem Landesdurchschnitt mit Wasser versorgt sind. In anderen Gebieten des Königreiches ist die Lage bereits dramatisch. Der Staudamm Al Wahda (Provinz Ouezzane) hat eine Füllrate von 55,1% gegenüber 55% im gleichen Zeitraum 2019 verzeichnet.

Andere Staudämme verzeichneten einen höheren Rückgang der Wasserversorgung im Vergleich zum selben Zeitraum im Jahr 2019, darunter Al Massira in Settat (von 18,6% auf 14,5%) und Bin El Ouidane in Azilal (von 50,3% auf 23,6%).

Marokko – Erntejahr schließt mit 39% Verlust bei Getreide ab.

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