Tunesien – Haushaltsdefizit soll 2023 auf 5,5% zurückgehen.

Staatsausgaben steigen in 2023 um über 12%.

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Haushaltsdefizit überwiegend durch Kredite ausgeglichen. Staat geht von einem Wirtschaftswachstum von 1,8% in 2023 aus.

Tunis – Die Regierung strebe eine Verringerung des Haushaltsdefizits von 7,7% im Jahr 2022 auf 5,5% des BIP im Jahr 2023 an, was 8,89 Mrd. Dinar entspreche. Dieses Ziel wurde vom Ministerium für Wirtschaft und Planung in einem am Freitag (22. Dezember 2022) veröffentlichten Bericht über den Staatshaushalt für 2023 angegeben.

Dieser rückläufige Trend sei v. a. auf einen Anstieg der Steuereinnahmen um 12,5% zurückzuführen, während die Ausgaben für Zuschüsse (Subventionen) um 26,4% bzw. die Finanzoperationen um 56,5% sinken sollen.

Zum Ausgleich des Haushaltsdefizits habe der Staat Kredite in Höhe von 24,1 Mrd. Dinar aufnehmen müssen, von denen 66,2% aus dem Ausland stammten, darunter hauptsächlich Kredite zur Unterstützung des laufenden Haushalts (14,2 Mrd. Dinar).

Bei der Aufstellung des Haushaltsplans 2023 werde von einer Basiswachstumsrate der Volkswirtschaft von 1,8% zu konstanten Preisen ausgegangen.

Die Staatsausgaben werden 2023 auf 46,424 Mrd. Dinar steigen, dies bedeutet eine Steigerung um 12,9% gegenüber dem Entwurf der Haushaltsgesetzes 2022, da die Steuereinnahmen auf 40,536 Mrd. Dinar, die nicht-steuerlichen Einnahmen auf 5,534 Mrd. Dinar und die externen Zuschüsse auf 354 Mio. Dinar steigen sollen.

Der Schuldendienst des Staates stieg im Jahr 2022 um 44,4%, weil die Ausgaben für den Schuldendienst zunahmen.

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