Tunesien – Wirtschaftsminister geht von 10,5% Inflation in 2023 aus.

Leitzinserhöhung setze Unternehmen unter Druck.

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Wirtschaftswachstum bei 1,8% erwartet. Tunesien muss sich auf eine weiter ansteigende Inflation einstellen.

Tunis – „Das Jahr 2023 wird für die Tunesier schwierig werden“, prognostizierte der tunesische Wirtschaftsminister und erklärte weiter, dass die „hohe“ Inflationsrate eine Folge der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sei, der zu einem Anstieg der Ausgaben für Importe von Grundstoffen sowie Erdölprodukten um 2 Mrd. Dinar bzw. 8 Mrd. Dinar geführt habe.

In Tunesien wird die Inflationsrate 2023 voraussichtlich 10,5% erreichen, gegenüber 8,3% im Jahr 2022, so der Minister für Wirtschaft und Planung, Samir Saied, auf einer Pressekonferenz am Montag (26. Dezember 2022) in der Cité de la Culture in Tunis.

Tunesien ist eines der Opfer dieses Krieges, der sich auf das Haushaltsgleichgewicht ausgewirkt hat“, sagte der Minister auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Maßnahmen des Haushaltsgesetzes 2023, an der 11 Minister teilnahmen.

Leitzinserhöhung setze Unternehmen unter Druck.

Laut dem Minister ist der Anstieg der Inflationsrate auch auf die Erhöhung des Leitzinses durch die tunesische Zentralbank (BCT) zurückzuführen. „Dies hat sich auf die Leistung der Unternehmen ausgewirkt“, sagte er und teilte mit, dass im nächsten Jahr eine Reihe von Maßnahmen ergriffen werden, um diese Unternehmen bei der Überwindung der finanziellen Schwierigkeiten zu unterstützen.

Wirtschaftsminister bezeichnete die Wachstumsrate, die 2023 bei 1,8% liegen soll, als „bescheiden“ und fügte hinzu, dass sie die „schwierige“ wirtschaftliche Lage des Landes widerspiegele.

Er kündigte an, dass 2023 eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäftsklimas und zur Aktivierung ausstehender öffentlicher Projekte ergriffen werden sollen, darunter die Beschleunigung des Phosphatabbaus und die Unterstützung öffentlich-privater Partnerschaften.

Die Finanzministerin Sihem Namssia kommentierte die kritischen Stimmen zum Haushaltsgesetz 2023 und erklärte ihrerseits, dass es sich bei diesem Gesetz nicht um eine „buchhalterische Bestandsaufnahme“ handele, wie dies von einigen behauptet wurde. Es handele sich um einen Text mit einer Reihe von neuen steuerlichen und sozialen Maßnahmen.

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