Tunesischer Premierminister startet zu erster Afrikareise.

Tunesicher Premierminister startet erste Afrikareise in die Sub-Sahararegion.

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tunesischer Premierminister
Tunesischer Premierminister startet erste Afrikareise in die Sub-Sahararegion.

Tunesischer Premierminister startet erste Afrikareise in die Sub-Sahararegion.

Tunis – Nun reist auch der tunesische Premierminister in die Sub-Sahararegion und startet seine erster afrikareise. Ziel der Reise ist es die wirtschaftlichen Beziehungen zu zahlreichen afrikanischen Staaten zu verbessern bzw. diese überhaupt anzuregen. Eine der wichtigsten Stationen auf dieser Afrikarundreise wird Burkina Faso sein. Dort plant Tunesien einer erste ständige diplomatische Vertretung einzurichten. Diese soll am 05. April 2017 offiziel eröffnet werden.

Bei seiner Afrikareise wird Yousef Chahed von einer hochrangingen politischen und wirtschaftlichen Delegation begleitet. Der Regierungschef lässt sich von vier Ministern unterstützen. Gleichzeitig begleiten 130 Vertreter der tunesischen Wirtschaft ihren Premierminister.

Schon seit längerem drängen die tunesischen Wirtschaftsvertreter ihre Regierung aktiv für die heimische Wirtschaft auf Werbetour zu gehen. Dabei verwiesen die tunesischen Wirtschaftsvertreterinnen und Wirtschaftsvertreter immer wieder auf die Verfahrensweisen westlicher Staatschefs, die ebenfalls häufig bei Staatsbesuchen Wirtschaftsvertreter eingebunden haben. Ebenso hatte König Mohammed VI. von Marokko in den letzten sechs Monaten zahlreiche Länder Afrikas bereist und dabei der marokkanischen Wirtschaft politische Unterstützung beim Abschluss von Geschäftsbeziehungen gewährt.

Nun hat auch die tunesische Regierung dem Wunsch ihrer Wirtschaft nachgegeben.

Afrikanische Staaten besitzen Rohstoffe und weisen hohe Wachstumsraten auf.

Die afrikanischen Staaten der Sub-Sahararegion ziehen zunehmend das Interesse der Welt auf sich. Bisher war ihnen die Aufmerksamkeit nur deshalb sicher, weil man diese Länder als Rohstoffquelle betrachtet hatte. Nun ändert sich das Bild. Gerade die Länder der Sub-Sahara werden zunehmend als Wirtschaftspartner interessant. Die Länder haben einen hohen Bedarf an Infrastrukturentwicklung. Hier ist bereits China sehr aktiv und hilft beim Aufbau von Infrastruktur, im Gegenzug lässt sich China mit  Rohstoffen entlohnen.

Durch die Entwicklungen in zahlreichen zentralafrikanischen Ländern weisen diese zunehmend ein hohes positives Wirtschaftswachstum aus. Dadurch wachsen eine noch bescheidene Mittelschicht und die Kaufkraft der Menschen. Damit werden diese Länder für die Maghreb-Staaten interessant, da sich Algerien, Marokko und Tunesien aufmachen als Industriestadtorte und Handelsdrehscheiben für Afrika zu fungieren. Gerade Marokko hat im Rahmen der eigenen Süd-Süd-Strategie den afrikanischen Kontinent als Wachstumschance entdeckt. Nun scheint es so, als wolle auch Tunesien die heimische Wirtschaft stärken und weitere Standbeine, neben dem seit Jahren schwächelnden Tourismus, aufbauen.

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