Xiaomi kommt nach Marokko.

Kooperation mit der Handelsplattform Jumia

Xiaomi
Ehrgeizige Verkaufsziele für den marokkanischen Markt

Chinesischer Elektrokonzern eröffnet Büros in Casablanca um den marokkanischen Handymarkt zu erobern.

Der chinesische Hersteller von Unterhaltungs- und Haushaltselektronik Xiaomi hat nach eigenen Angaben ein Büro in Casablanca eingerichtet. „Wir haben Räumlichkeiten in der Nähe von Derb Ghellef bezogen, die gerade ausgestattet werden“, sagt Chen Lan, Manager des Unternehmens. Wie das Nachrichtenmagazin Telquel berichtet, möchte der chinesische Hersteller von der Wirtschaftsmetropole und Hafenstadt aus, zunächst den marokkanischen Markt bedienen. Xiaomi bietet dabei nur einen Teil seiner Produktpalette in Marokko an. Der Konzern will sich in einem ersten Schritt auf den Vertrieb von Smartphones konzentrieren. Dabei möchte das Unternehmen in Marokko ausschließlich über das Internet verkaufen.

Xiaomi – Kooperation mit der Handelsplattform Jumia

Der chinesische Anbieter plant keine eigenen Filialen, sondern sucht Partner. Für den Start des Onlinehandels hat sich Xiaomi mit der Onlineplattform Jumia zusammengeschlossen. Bei Jumia handelt es sich um das afrikanische Amazon. Eine Plattform, die 2012 in Nigeria gegründet wurde und über die hauptsächlich Elektronik, Kleidung und Bücher vertrieben werden. Jumia hat einen marokkanischen Ableger, der nun als Vertriebskanal für Xiaomi dienen soll. Sofern sich die Marke durchsetzen kann, ist es nicht ausgeschlossen, dass der Konzern weitere Vertriebswege erschließen wird. Konkrete mögliche Partner wurden nicht genannt, doch da kommen in erste Linie die Mobilfunkanbieter sowie die Supermarktketten Carrefour und Marjane infrage.

Weitere Produkteinführungen nicht ausgeschlossen.

Das chinesische Unternehmen baut nicht nur Handys, sondern auch Computer, Uhren und Haushaltsgeräte. Dabei zeichnen sich die Produkte durch ein sehr ansprechendes Design aus, dass nicht selten an die Geräte des kalifornischen Unternehmens Apple erinnern. Auch was Zubehör im Bereich Handys und Computer betrifft, hat Xiaomi ein breites Angebot zu relativ günstigen Preisen. Zuletzt hatte das Unternehmen mit der Entwicklung eines Laptops auf sich aufmerksam gemacht, das dem MacBook Air von Apple sehr ähnelt aber nur die Hälfte kostet. Weltweit ist Xiaomi die Nummer fünf bei den Handyherstellern. Im dritten Quartal 2017 verkaufte das Unternehmen ca. 27,7 Mio. Geräte und hat einen weltweiten Marktanteil von 7,0%, laut Strategy Analytics.

Ehrgeizige Verkaufsziele für den marokkanischen Markt

Ab dem 24. November 2017 sollen die ersten Geräte in Marokko erhältlich sein, so Jumia. Die Gerätepreise sollen zwischen 1.500 marokkanische Dirhams MDH und 3.300 MDH liegen, je nach Ausstattung und Modell. Xiaomi hofft noch im November 5.000 Einheiten verkaufen zu können und im Dezember ca. das Doppelte. Für das kommende Jahr 2018 geht man von „20.000 bis 30.000 Smartphones pro Monat aus“, so Chen Lan auf Nachfrage.

Starker Konkurrenzkampf auf dem marokkanischen Markt.

In Marokko trifft der Hersteller auf starke Konkurrenz. Neben den Herstellern Samsung und Apple, die auch im Königreich sehr beliebt sind, wird es Xiaomi auch mit bekannten Rivalen aus dem Heimatland zu tun bekommen. Neben Xiaomi hat der auch in Deutschland präsente Hersteller ZTE angekündigt, sich in Marokko zu engagieren. In den letzten Monaten haben sich mehrere chinesische Marken für das mittlere Preissegment in Marokko positioniert. Darunter der direkte Konkurrent Oppo aber auch Infinix und Innjoo. Letzter hat einen Sitz in Dubai.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Anbieter einen Preiskampf liefern werden, was den Verbrauchern in Marokko sicherlich nicht ungelegen kommen wird.

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