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Marokko – Dakhla Atlantique Port – Geplante Fertigstellung 2028

Großseehafen Dakhla soll 2028 fertiggestellt sein.

Hafenkomplex in der Westsahara / marokkanischen Sahara zu 100% mit marokkanischem Know-how gebaut. Anlagen erstrecken sich über mehrere Kilometer.

Rabat – Marokko investiert weiter umfangreich in die Infrastruktur in der Westsahara / marokkanische Sahara. So wurde eine ca. 1.000 km lange mehrspurige Schnellstraße, beginnend südlich von Agadir bis nach Dakhla erst kürzlich weitestgehend fertiggestellt, die Grenze zu Mauretanien ausgebaut, um den Warenverkehr in die südlichen Nachbarländer zu erleichtern sowie neue Terminals an den Flughäfen von Layonne und wiederum Dakhla gebaut, um internationale Fluggesellschaften anzulocken.

Gerade die Region rund um Dakhla an der Atlantikküste scheint aus Sicht des nordafrikanischen Königreiches ein großes Potential für die Fischindustrie, für den Tourismus, die Gewinnung von „Erneuerbarer Energie“ sowie als Umschlagspunkt für den Seehandel mit Afrika zu haben. Zugleich ist die Region reich an Rohstoffen, vor allem Phosphat aber auch Eisen und Uran (aus Phosphatgestein), die exportiert werden sollen und für die man Transportkapazitäten benötigt. Entsprechend wird an einem neuen Großseehafen gebaut.

Großseehafen Dakhla soll 2028 fertiggestellt sein.

Wie wichtig ein leistungsfähiger Großseehafen für die Entwicklung sein kann, zeigt seit Jahren der Hafen Tanger Med. Ohne diesen Hafen wäre der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Automobilindustrie nicht möglich gewesen. An der marokkanischen Mittelmeerküste wird neben Tanger Med noch der Seehafen Nador med gebaut.

Eine ähnliche Vision scheint man in Dakhla zu verfolgen. Ende 2028 sollen die Arbeiten am Hafen von Dakhla Atlantique abgeschlossen sein. Dabei wird zu 100 % marokkanisches Know-how zum Einsatz kommen, wie die Projektleiterin dieses gigantischen Vorhabens in einem Interview gegenüber dem Nachrichtenportal Le360 erklärte. Frau Nisrine Louzzi, Leiterin der Abteilung für Entwicklung und Überwachung erläuterte einige Details.

Auf einer Fläche von 1.650 Hektar ist die Baustelle sehr umfangreich. Rund 1.400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind ständig beschäftigt. Ziel ist es, das Mammutprojekt wie geplant bis Ende 2028 fertigzustellen. So steht es in der Vereinbarung, die im Februar 2016 unterzeichnet wurde.

„Es handelt sich um eines der größten Infrastrukturprojekte Marokkos. Es ist ein Projekt für die Region und ein wesentlicher Teil des Entwicklungsplans für die südlichen Provinzen“, sagt Nisrine Louzzi.

Sie fügt hinzu: „Es ist ein Geschenk des Himmels für diese Region, aber auch für das ganze Land: große Investitionsmöglichkeiten, neue Arbeitsplätze sowohl im Hafen als auch in der Logistikzone. Es ist auch eine außergewöhnliche Gelegenheit, unsere Hafeninfrastruktur an die internationale Entwicklung des Seeverkehrs anzupassen. Er wird für Marokko wieder zu einem wichtigen Tor nach Afrika und in die Welt.”

Anlagen erstrecken sich über mehrere Kilometer. Fachwissen zu 100% marokkanisch.

Eine 1,3 Kilometer lange Seebrücke und 6,7 Kilometer Schutzdämme werden derzeit fertiggestellt, erklärt Projektleiter Abderrahmane Allou. Erstmals in Marokko kommen dabei Technologien zum Einsatz, die internationalen Standards entsprechen. „Das verdanken wir zu 100 Prozent marokkanischem Know-how“, fügt er hinzu.

Dakhla Atlantique wird über mehrere Einrichtungen verfügen: einen Handelshafen mit Ölterminal, einen Küsten- und Hochseefischereihafen mit einer erwarteten Umschlagskapazität von fast einer Million Tonnen Fisch und Meeresfrüchten sowie einen Schiffsreparaturhafen.

Das Projekt umfasst auch eine Reihe von Verbindungsbauten, darunter ein Pier und eine 7 km lange Straße, die den Hafen mit der Nationalstraße 1 verbindet.

Auch auf dem Gelände selbst werden alle Umweltstandards eingehalten. Davon profitiert nicht nur der 40 Kilometer von Dakhla entfernte Hafen, sondern die gesamte Region. „Die Projektmitarbeiter werden regelmäßig in Sachen Umweltschutz geschult“, sagt Siham Knider, der für die Umweltaspekte des Projekts verantwortlich ist.

Von den 1.400 Beschäftigten leben 1.000 auf dem Gelände. Deshalb gibt es ausreichend medizinische Einrichtungen, eine Moschee, Sportplätze, Schlafsäle und sogar Geschäfte.

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