StartGesellschaftMarokko – Gemeinden gehen gegen unberechtigte Nutzung von öffentlichem Raum vor.

Marokko – Gemeinden gehen gegen unberechtigte Nutzung von öffentlichem Raum vor.

Casablanca will alternative Verkaufsräume für Straßenhändler anbieten.

Gewerbetreibende besetzen öffentliche Gehwege oder Plätze ohne Genehmigung – erste Gemeinden gehen dagegen vor und räumen Flächen.

Casablanca – In vielen Gemeinden gehört es zum allgemeinen Bild, dass Ladenbesitzer oder Cafés ihre Gewerbefläche auf öffentliche Gehwege erweitern und damit öffentlichen Raum besetzen, ohne dazu berechtigt zu sein oder Gebühren, die in der Gemeindeordnung geregelt sein können, zu entrichten. Sie behindern damit Gehwege oder Fahrspuren.

Gerade auch die fliegenden Händler mit ihren mobilen Verkaufsständen stehen nicht selten einfach am Straßenrad, um ihre Waren zu verkaufen.

Zuvor hatte die Bürgermeisterin von Rabat bereits erste Schritte unternommen und die Gebühren für die Erweiterung von Verkaufsflächen deutlich erhöht, was zu Streiks bei den Cafés geführt hat. Nun geht die Gemeinde Casablanca gegen dieses Phänomen vor.

Casablanca räumt illegal besetzte öffentliche Flächen.

Die Behörden in Casablanca setzen ihre Kampagne zur Räumung öffentlicher Plätze fort. Sie haben die Räumung von Plätzen angeordnet, die in mehreren Vierteln illegal von Imbissbuden, Ladenbesitzer, Werkstätten oder Cafés besetzt wurden, berichtet das marokkanische Nachrichtenportal Le Site. Mehrere illegale Café-Terrassen und Geschäfte wurden bereits abgerissen.

Dabei setzen die Behörden auch schweres Gerät ein. Die Behörden gehen auch gegen Verkaufswagen von Straßenhändlern vor.

Mohamed Mhidia, Wali der Region Casablanca, hat eine groß angelegte Kampagne gestartet, um öffentliche Plätze zu säubern und gegen Straßenhändler und -karren vorzugehen. Sicherheitskräfte und Polizei haben in der vergangenen Woche in mehreren Vierteln Razzien durchgeführt. Dazu gehören Tacharouk, Hay Hassani, Sidi Moumen und Sbata. Ziel ist es, die Aktivitäten der Straßenhändler auf öffentlichen Plätzen zu unterbinden. Die Bevölkerung von Casablanca habe die Kampagne begrüßt.

Casablanca will alternative Verkaufsräume für Straßenhändler anbieten.

In Casablanca gibt es weitere Pläne zur Regulierung des Handels. Es ist die Rede davon, spezielle Zonen oder Märkte für Verkaufswagen einzurichten. Auch die Lizenzvergabe soll geregelt werden. Möglicherweise werden die Verkäufer/innen sensibilisiert und unterstützt, um ihre Fähigkeiten, Qualität und Professionalität zu verbessern. Die Förderung ergänzender Handelsformen wie Online-Plattformen und Lieferdienste wird ebenfalls erwogen.

Die Regulierung soll auch für die Käuferinnen und Käufer Vorteile bringen. Es gilt eine Verbesserung bei der Kontrolle der Qualität verkaufter Produkte zu erreichen, die nicht selten Lebensmittel sind oder aus Gütern bestehen, die im Haushalt zum Einsatz kommen, wie z.B. kleine Elektrogeräte oder Spielzeug. Zugleich soll der öffentlich besetzte Raum wieder den Fußgängerinnen und Fußgängern zurückgegeben werden, so dass diese nicht gezwungen sind, sich mit den PKWs die Fahrbahn zu teilen, was das Unfallsrisiko auch bei Kindern verringern soll.

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