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Marokko – Hohe Reisekosten für MREs und es sind keine Subventionen zu erwarten.

Keine Subventionen wie in 2021.

Flug- und Schiffspreise zwischen Marokko und Europa steigen weiter an. Keine Subventionen für MRE durch die Regierung zu erwarten.

Rabat – Die Flug- und Schiffspreise zwischen Marokko und Europa passen sich ständig der Nachfrage und den Kapazitäten an. Im Allgemeinen seien die Flugpreise im September günstiger und im August teurer. Die Preise für Schiffsreisen hängen von der Jahreszeit, dem Fahrzeugtyp und der Anzahl der Passagiere ab.

Aktuell sind die Preise im Verhältnis der letzten Jahre recht hoch. Bereits der Monat Mai zeigte eine hohe Nachfrage gerade bei Flugreisen, angesichts der Brückentage. Im Juni beginnen in Deutschland (NRW) die Schulferien und auch in Frankreich und Benelux wird man zeitnah in die Betriebsferien gehen. Neben der derzeitigen und zu erwartenden Nachfrage stehen nicht die gleichen Transportkapazitäten im Flugverkehr wie vor der Pandemie 2019 zur Verfügung und die Inflation zeigt ebenfalls ihren Einfluss. Entsprechend ist der Unmut bei vielen im Ausland lebenden Marokkanerinnen und Marokkaner MRE groß.

Das Ministerium für Verkehr und Logistik habe laut dem Nachrichtenmagazin Telquel eingeräumt, dass es nicht in der Lage sei, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Preise für Flug- und Schiffstickets zw. Marokko und den europäischen Ländern zu senken bzw. besondere Vergünstigungen für MREs anzubieten.

Laut dem Nachrichtenportal Hespress sei dies die Antwort auf eine schriftliche Anfrage der Abgeordneten Malika Lhyane, die angesichts der bevorstehenden Sommerferien bzw. der Rückkehr der im Ausland lebenden Marokkaner in ihr Heimatland die Frage nach den Preisanstiegen bei den Flug- und Fährtickets aufgeworfen hatte.

Open-Sky-Abkommen würde Eingriffe untersagen.

Der Minister für Verkehr und Logistik, Mohammed Abdeljalil, berichtete über das 2006 zw. Marokko und der Europäischen Union unterzeichnete bilaterale Open-Sky-Abkommen. Es ermögliche die Aufhebung bestimmter Beschränkungen im Luftverkehr zw. den marokkanischen Flughäfen und den Flughäfen der EU-Mitgliedstaaten. Das Abkommen fördere die Liberalisierung der Märkte bzw. der Preise, d.h. die Fluggesellschaften unterliegen dem Wettbewerb sowie den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Gleiches sei für die Ticketpreise für Flüge nach Nordamerika und in den Nahen Osten vorgesehen.

Er wies auch auf den Anstieg der Treibstoffpreise hin, der sich direkt auf die Transportkosten auswirke, sowohl auf globaler als auch auf nationaler Ebene. Dies verteuere Flug- und Schiffstickets und benachteilige mehrere Gruppen von im Ausland lebenden Marokkanern.

Keine Subventionen wie in 2021.

Marokko hatte aber 2021 den Luft- und Seeverkehr mit erheblichen Mitteln Subventioniert, um die Rückkehr der MREs zu ermöglichen. Neben strengen Auflagen hinsichtlich COVID-19 Impfungen griff der Staat, auf Drängen von König Mohammed VI., der staatlichen Fluggesellschaft unter die Arme, damit diese vergünstigten Tickets anbieten konnte. Zugleich wurden auch Fährtickets subventioniert. Zu dieser Zeit herrschte zwischen Marokko und Spanien eine diplomatische Eiszeit und die Grenzen waren geschlossen. So mussten Reisende auf dem Seeweg Umwege über Frankreich und Italien nehmen. Nach der Beendigung der Krise zwischen den Nachbarländern und angesichts der angespannten Finanzlage des Staates, will die Regierung in Rabat nicht eingreifen.

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