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Marokko – Konferenz zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit bei gering ausgebildeten Personen MIEPEEC

1 Mio. Menschen sind ohne Arbeit und ohne Ausbildung

Wirtschaft und Politik beraten über Anforderungen und Möglichkeiten der Kooperation, um ca. 1 Mio. Arbeitslose und Menschen ohne Ausbildung neue Perspektiven zu ermöglichen, die sog. MIEPEEC-Gespräche.

Casablanca – Am vergangenen Donnerstag (24. November 2022) fand in der marokkanischen Wirtschaftsmetropole Casablanca das erste Treffen zum Thema der wirtschaftlichen Integration, kleine Unternehmen, Beschäftigung und Qualifikationen (MIEPEEC-Talks) statt. Auf dem Treffen wurde der Qualifikationsbedarf der Wirtschaft und vor allem der Industrie in verschiedenen Sektoren ermittelt bzw. die nationale Beschäftigungsstrategie erörtert.

Die erste Ausgabe der sog. MIEPEEC-Gespräche unter dem Vorsitz von Younes Sekkouri, Minister für wirtschaftliche Integration, Kleinunternehmen, Beschäftigung und Handwerk, fand unter der Teilnahme der Präsidenten von sieben Verbänden aus den Bereichen Tourismus, Luftfahrt und Automobil, Dienstleistungen und neue Technologien, Handel und Landwirtschaft statt.

Wirtschaft klagt über Mangel an qualifiziertem Personal – Minister kündigt neue Strategie in 2023 im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit an.

Bei diesem ersten Treffen berichteten die Verbandsvertreter und Fachleute über die verschiedenen Probleme, mit denen sie z. Zt. konfrontiert seien. Dazu gehöre u. a. die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiterinnen und Arbeiter mit den richtigen Qualifikationen, die rasche Entwicklung des Ökosystems, die Digitalisierung, die ausländische Konkurrenz und der Braindrain bzw. die Abwanderung von Fachkräften ins Ausland.

Younes Sekkouri versicherte, dass sein Ministerium mit den verschiedenen Interessengruppen an einer umfassenden Strategie zur Entwicklung eines Fahrplans für die Jugendbeschäftigung ab 2023 arbeite.

1 Mio. Menschen sind ohne Arbeit und ohne Ausbildung

Die Arbeitslosigkeit gehe zurück, aber das reiche nicht aus. Der Prozentsatz der NEETs, d. h. der Menschen ohne Arbeit und Ausbildung, liege bei etwa einer Million Bürgerinnen und Bürgern. Zur Umsetzung des neuen Konzepts seien Verbände und Unternehmen zu einem Brainstorming zu diesem Thema zusammengebracht worden, betonte er.

Er fügte hinzu: „Als Regierung müssen wir sicherstellen, dass die von den Unternehmen benötigten Qualifikationen verfügbar sind. Dazu gehören auch Sprachkenntnisse und Fachwissen. Außerdem müssen diese Fähigkeiten im ganzen Land vorhanden sein“.

Darüber hinaus seien mehrere Vereinbarungen mit ANAPEC zur Verbesserung der Jugendbeschäftigung unterzeichnet worden. Neben einer Partnerschaft mit dem Handels- und Dienstleistungsverband konnten weitere vier Vereinbarungen mit Unternehmen unterzeichnet werden. Dazu gehören Bordnetze Marokko, die bis 2024 rund 4.500 Mitarbeiter einstellen will, MG2 Engineering (750 junge Menschen bis 2026), Capgemini Engineering Maroc (750 junge Menschen bis 2026) und Capgemini Technology Services Maroc (500 junge Menschen bis 2023).

Das Hauptziel dieser Vereinbarungen bestehe darin, diese Verbände und Unternehmen ggf. bei der Erfüllung ihres Qualifikations- und Personalbedarfs zu unterstützen, insbesondere mittels Rekrutierung, besserer Begleitung und geeigneter Ausbildung.

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