StartGesellschaftMarokko – Produktionseinheiten für Impfstoffherstellung angekommen.

Marokko – Produktionseinheiten für Impfstoffherstellung angekommen.

Marokko investiert 500 Mio. US-Dollar in seine eigene Impfstoffproduktion.

Ein Frachtschiff mit den Modulen für die industrielle Produktion von Impfstoffen in Benslimane kommt aus China im Hafen von Casablanca an.

Casablanca – Ein riesiges Frachtschiff aus China mit verschiedenen Modulen für die industrielle Produktionsanlage für Covid-19 und andere Impfstoffe, deren Bau in Benslimane geplant ist, traf am Sonntag im Hafen von Casablanca ein.

Diese Ladung kommt aus Shanghai in China und wird für die Montage der Biotechnologieeinheiten in der Anlage verwendet. Der Bau begann am 27. Januar dieses Jahres und wurde von König Mohammed VI. in Auftrag gegeben.

Für den Bau der Anlage wurden 111 Elemente mit einem Gesamtgewicht von 35.000 Tonnen im Hafen von Casablanca abgeladen. Die Module selbst wurden von einem japanischen Unternehmen hergestellt.

Marokko wird zu einem der wenigen Produktionsstandorte für Impfstoffe in Afrika.

Diese Industrieanlage, mit dem Namen „Sensyo Pharmatech”, wird Impfstoffe sog. injizierbare Arzneimittel unterschiedlicher Art in Flaschen bzw. Spritzen in einer sterilen Umgebung abfüllen können.

Der Komplex in Benslimane ist eine der wenigen Anlagen dieser Art auf afrikanischem Boden.

Um eine rechtzeitige Inbetriebnahme zu gewährleisten, wandte sich Sensyo Pharmatech an Recipharm, einen globalen Hersteller von Biotech-Produkten.

In einer Pressemitteilung, die anlässlich der Ankunft des Schiffes mit den Modulen herausgegeben wurde, sagte Marc Funk, CEO von Sensyo Pharmatech bzw. Recipharm, dass die Ankunft des Schiffes ein erster „sehr wichtiger” Schritt bei der Durchführung dieses Großprojekts sei.

Er erklärte, dass die Anlage in Benslimane Marokko in die Lage versetze, die Gesundheitssouveränität des Königreichs zu fördern, sei es durch die Herstellung von Impfstoffen und Arzneimitteln für den eigenen Bedarf oder für den des afrikanischen Kontinents.

“Unser Ziel ist es, diese Einrichtung so schnell wie möglich zu bauen und den Zeitplan einzuhalten”, ergänzte er.

Marokko investiert bis zu 500 Mio. US-Dollar in seine eigene Impfstoffproduktion.

Das Projekt Benslimane umfasse den Bau einer Produktions- und Injektionsanlage für Impfstoffe (antivirale und andere Impfstoffe) mit drei Produktionslinien, deren Gesamtproduktionskapazität bis 2024 auf 116 Millionen Einheiten steigen werde. Diese Linien werden für die Herstellung von Fertigspritzen, flüssigen Injektionsfläschchen sowie gefriergetrockneten Injektionsfläschchen eingesetzt.

Dazu erwartet man langfristige Investitionen in Höhe von bis zu 500 Millionen US-Dollar.

Das Projekt wird das Königreich zur Selbstversorgung mit Impfstoffen führen und es zu einem führenden Biotechnologie-Standort auf dem afrikanischen Kontinent im Bereich der Abfüll- und Endbearbeitungsindustrie machen.

Das nordafrikanische Königreich reagiert mit diesem Projekt auf den Wettlauf nach COVID-19 Impfstoffen nach Ausbruch der Pandemie, in dem sich vor allem wohlhabende Länder durchgesetzt haben und die internationale Solidarität ihre Schwäche aufzeigte. Bis heute ist die Impfrate in Afrika sehr gering. Zugleich will sich das Land als Standort für die Pharmaindustrie vor den Toren Europas positionieren und Indien Konkurrenz machen. Dazu will man auch in Labor – Infrastruktur investieren und Medikamente entwickeln können. Gerade in der Schmerzmittelforschung will sich Marokko engagieren. Dazu hat man z.B. auch den Cannabis-Markt neu strukturiert und die Produktion von Cannabis begrenzt legalisiert, um entsprechende Produkte zu ermöglichen.

Marokko – Grundsteinlegung für einen Pharmaindustriellen Komplex in Benslimane.

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