StartMarokkoMarokko – RNI-Parteichef Akhannouch verspricht Region Draâ-Tafilalet Unterstützung.

Marokko – RNI-Parteichef Akhannouch verspricht Region Draâ-Tafilalet Unterstützung.

Region Draâ-Tafilalet bittet um Hilfe, Akhannouch verspricht, sich für ihre Entwicklung einzusetzen.

Amtierender Parteichef und Premierminister sagt auf RNI-Parteiveranstaltung persönliche Aufsicht über Förderprogramme und Projektentwicklung für eine der ärmsten und größten Regionen des Landes zu.

Ouarzazate – Die Region Draâ-Tafilalet gehört zu den größten und zugleich am wenigsten entwickelten Räumen Marokkos. Geprägt vom kargen, steinigen und inzwischen auch trockenen Teil des hohen Atlasgebirges nordwestlich von Midelt reicht diese Region, die vom Fluss Draâ geprägt ist, bis an die ersten Wüstenregionen und an die heutige algerisch-marokkanische Grenze. Sie umschließt die Gebiete um Ouarzazate, Zagora und Mhamid.

Diese Region zeigt auf, wie groß die Entwicklungsschere im Königreich Marokko auseinander geht. Während an den Küsten und im Norden des Landes die Entwicklung teils rasant voranschreitet und das Königreich alleine daran gemessen inzwischen als Schwellenland bezeichnet werden könnte, zeigt diese Region auf, weshalb man das Land auch als Entwicklungsland einordnen kann. Die Landwirtschaft kann durch wenig nachhaltige Abholzung in den letzten Jahrzehnten und dem Klimawandel die Menschen nur mit Mühe ernähren und aufgrund fehlender alternativer Strukturen haben die Menschen, insbesondere junge Menschen, kaum eine Perspektive. Dies begünstigt die Landflucht in die Städte an der Küste und darüber hinaus.

Einzig die teils spektakuläre Landschaft und die sich entwickelnde Filmindustrie sind Hoffnungsschimmer für einen Teil der Bevölkerung. Die Region besitzt kaum wirtschaftlich interessante Ressourcen, die rentabel für die Produktion von Gütern erschlossen werden können, weshalb nur wenig an Investitionen in die Region umgeleitet werden. Die Region gehört zu den ärmsten des Landes.

Zwar hat die Regierung, bereits unter der PJD und unter dem damaligen Landwirtschaftsminister Akhannouch z.B. die Aufforstung von Palmenheinen vorangetrieben und auch das neue Hybridkraftwerk, aus Solar- und Windenergie, Noor Midelt, dass mehr Energie als Noor Quarzazate liefern soll, wurde angestoßen.
Dies sind aber alles Projekte, die nicht dazu geeignet scheinen, ähnlich wie die Automobilindustrie im Norden, einer größeren Anzahl von Menschen neue Perspektiven zu bieten.

Region Draâ-Tafilalet bittet um Hilfe, Akhannouch verspricht, sich für ihre Entwicklung einzusetzen.

Der Regierungschef und Chef der RNI (Rassemblement national des indépendants) zeigte sich nicht sofort ablehnend, angesichts der zahlreichen Beschwerden, die ihn nach fünf Workshops am Sonntagvormittag in Ouarzazate erreichten, an denen auch Aktivistinnen und Aktivisten aus der Region teilnahmen. Premierminister Akhannouch, der diese Region als Parteichef der RNI besuchte, rief die Menschen zu Hoffnung und Geduld auf.

„Ich habe den Präsidenten der Region, Hro Abrou, gebeten, Projekte im Wert von 3,4 Milliarden marokkanische Dirham MAD in den Bereichen Information, Gesundheit, Bildung und Landwirtschaft umzusetzen“, sagte der RNI-Präsident. Er fügte hinzu: „Ich werde mich auch persönlich um die Förderung der Filmindustrie, des Tourismus und kultureller Aktivitäten wie das Rosenfestival in Kalaat M’Gouna kümmern, da Investitionen in diesen Bereichen viele Arbeitsplätze schaffen.”

Universitätskrankenhaus soll Ausbildung von Ärzten vor Ort ermöglichen und Versorgung verbessern.

Darüber hinaus kündigte Aziz Akhannouch an, dass in Kürze mit dem Bau eines Krankenhauskomplexes rund um eine Universitätsklinik begonnen werden soll und eine medizinische Fakultät eingerichtet werde. „Ab September nächsten Jahres können ggf. die Studenten hier ihr Medizinstudium beginnen“, sagte er unter dem Beifall von ca. 800 Aktivisten, die zu seiner Unterstützung gekommen waren.

Mehr Investitionen in den Tourismus.

„Das am Freitag mit der Tourismusministerin Fatim-Zohra Ammor unterzeichnete Abkommen wird Ourazazate, Errachidia und Zagora insbesondere im Bereich des Flugverkehrs zugutekommen. Wir werden dafür sorgen, dass diese Region ihren Anteil an Investitionen und Entwicklung erhält“, versprach Parteichef und Premierminister Aziz Akhannouch.

„Der Mangel an Ressourcen und Finanzmitteln wird schrittweise behoben“, sagte er. Er äußerte auch Hoffnung für den lokalen Tourismus. „Marokko strebt 17 Millionen Touristen bis 2026 an. In einer Region mit Oasen braucht man sich um die Zukunft keine Sorgen zu machen“, fügte der RNI-Chef hinzu.

Der Regierungschef verwies auf die positiven Aspekte der Investitionscharta, mit der 10 Gesetze zur Förderung von Investitionen auf Ebene der regionalen Investitionszentren bzw. Industriezonen verabschiedet wurden.

Zum Bauprojekt Tizi N’tichka, das die Verkehrsprobleme in der gesamten Region lösen soll, nahm Aziz Akhannouch kein Blatt vor den Mund. Ohne Versprechungen zu machen, erklärte der Regierungschef, dass der Tunnel gebaut werde, sobald alle Machbarkeitsstudien abgeschlossen bzw. die Finanzierung gesichert sei.

Dringliche Bitte um Unterstützung und Hilfe

Zuvor hatten mehrere Abgeordnete das Wort ergriffen und z. T. ein düsteres Bild von der Lage in der Region gezeichnet. „Bitte helfen Sie der Region Draâ-Tafilalet, sich wirtschaftlich zu erholen, denn wir stehen vor einer Reihe von Problemen. Ohne Ihre Unterstützung befürchten wir, dass geplante Investitionen blockiert werden“, sagte u. a. der Vizepräsident der Region, Ahmed Aït Baha.

Der Fraktionsvorsitzende der RNI, Mohamed Ghyat, lobte die Anstrengungen des Regierungschefs bzw. der RNI vor Ort. „Wir schaffen, was andere in zwei Amtszeiten nicht geschafft haben“, sagte er mit Blick auf die Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD).

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