StartGesellschaftMarokko – Studie - Zahlreiche „Fake News“ während er COVID-19 Pandemie

Marokko – Studie – Zahlreiche „Fake News“ während er COVID-19 Pandemie

Falschnachrichten in Marokko strafbar.

Während der Covid-19 Pandemie seien in Marokko durchschnittlich 20 bis 25 Falschmeldungen „Fake News“ pro Tag im Umlauf gewesen.

Rabat – Die COVID-19 Pandemie hat in der ganzen Welt nicht nur Opfer gefordert, sondern bis heute sichtbare tiefe Spuren in der Wirtschaft und Gesellschaft hinterlassen. Die Deutungshoheit rund um die Ereignisse und Daten der Pandemie war erbittet umkämpft.

Laut einer Studie des marokkanischen Wirtschafts-, Sozial- und Umweltrates CESE, die am 3. August im Amtsblatt veröffentlicht wurde, zirkulierten während der Covid-19 Pandemie in Marokko durchschnittlich 20 bis 25 Falschnachrichten, sog. „Fake News“, pro Tag vor allem in den sozialen Medien. Dabei ist die Bandbreite der Meldungen groß, über das Abstreiten der Existenz des Virus, über die Zahl der betroffenen Menschen, einer durch die Verabreichung von Impfstoffen mutmaßlich geplanten Vergiftung, Ausrottung oder zumindest Sterilisierung der Bevölkerung bis hin zum Ursprung des Virus.

Die Studie, die sich auf Daten des Nationalen Sicherheitsdienstes (DGSN) stützt, spricht von „Fake News”, auch bekannt als „Infox”, was sich aus den Begriffen „Information” und „intox” zusammensetzt. Sie werden in Form von schriftlichen Informationen, Audio- und Videoaufnahmen und sogar Pressemitteilungen verbreitet, die auch von offiziellen Stellen zitiert werden können.

Marokko stellt keine Ausnahme von diesem weltweiten Phänomen da, das heute als “Infodemie” bekannt ist. Die Meldungen wurden mit der Gesundheitskrise zahlreiche, stets mit dem Ziel Unsicherheit, Mistrauen und Zweifel zu verbreiten.

Falschnachrichten in Marokko strafbar.

Nach dem Presse- und Verlagsgesetz wird die Verbreitung falscher Nachrichten in Marokko mit Geldstrafen zwischen 20.000 und 200.000 marokkanischen Dirham MAD geahndet. Bei Verletzung der „militärischen Moral“ oder Anstiftung zur „Rebellion“ können diese Geldstrafen auf bis zu 500.000 MAD erhöht werden, berichtet das Nachrichtenportal Le360. Insgesamt seien 226 Fälle im Zeitraum von 2019 bis Ende August 2022 vor Gericht verhandelt worden. In 175 Fällen sei es um Störung der öffentlichen Ordnung und in neun Fällen um Angriffe auf die „militärische Moral“ gegangen. Im Zusammenhang mit der „Aufstachelung zum Rassenhass und der Rassentrennung“ wurden weitere 42 Fälle vor den Gerichten des Königreichs verhandelt, berichtet Le360 weiter.

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