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Marokko – US – Africa Business Summit – Die wichtigsten Punkte in Marrakech

Die Zukunft des Handels und der Investitionen zwischen den USA und Afrika – soll ehrgeizig angegangen werden.

Rund 1.000 Politiker, Unternehmer und Organisationen tauschten sich über Projektmöglichkeiten und Investitionspotential in Afrika auf dem US-Africa Summit in Marrakech aus.

Marrakech – Der 14. US – Africa Business Gipfel, der vom 20. bis 22. Juli 2022 in Marrakesch stattfand, bot einer großen Gruppe von Politikern und Investoren sowie Organisationen die Gelegenheit, sich über Investitionsmöglichkeiten zwischen afrikanischen Ländern sowie zwischen den USA und dem Kontinent auszutauschen.

Marokko als Bindeglied zwischen Afrika und seinen globalen Partnern

Gleich zu Beginn des Summit betonte der marokkanische Außenminister Nasser Bourita in seiner Rede die Bedeutung Marokkos und die wichtige Rolle, die das Land auf der internationalen Bühne spielt und weiterspielen könnte. Er beschrieb das Königreich als „Bindeglied“ zwischen dem Kontinent und der größten Wirtschaftsmacht der Welt. Der Minister verwies auf die starken marokkanisch-amerikanischen Beziehungen und erinnerte daran, dass Marokko das erste und einzige afrikanische Land ist, das ein Freihandelsabkommen mit den USA habe.

Ein weiteres Gipfeltreffen zwischen den USA und Afrika in Washington

In einer am Tag der Eröffnung des Gipfels veröffentlichten Erklärung kündigte US-Präsident Joe Biden an, dass ein ähnlicher Gipfel vom 13. bis 15. Dezember 2022 in Washington stattfinden werde.

Laut dem Weißen Haus wird der Gipfel in Washington „das dauerhafte Engagement der Vereinigten Staaten für Afrika und die Bedeutung der amerikanisch-afrikanischen Beziehungen bzw. einer verstärkten Zusammenarbeit bei gemeinsamen globalen Interessen unterstreichen“.

Plädoyer für panafrikanische Zahlungssysteme

Die „Integration von Zahlungssystemen in Afrika“ war ein durchgehendes Thema in den verschiedenen Debatten. Besonders deutlich wurde dies in der dritten Plenarsitzung, als sich Experten für die Schaffung einer panafrikanischen Plattform aussprachen.

Den Rednern zufolge solle diese Plattform es Unternehmen und Regierungen ermöglichen, auf den verschiedenen afrikanischen Märkten direkt, transparent und in lokaler Währung miteinander zu handeln. In diesem Zusammenhang betonten sie auch die Attraktivität der Technologie, die die Finanzwelt weiterhin in rasantem Tempo verändert.

Zbir Adil, Direktor für Zahlungsverkehr bei der Bank Al Maghrib, nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung mobiler Zahlungen hervorzuheben. „Mobile Zahlungslösungen z.B. stellen eine einzigartige Chance dar, sowohl für die geschäftliche als auch für die soziale Entwicklung, aber die Cyber-Sicherheit in Afrika muss stärker berücksichtigt werden“, sagte er.

Die Rolle der Frauen und Jugendlichen in Afrika

Die Gipfelteilnehmer diskutierte auch über die Situation von Frauen und jungen Menschen in Afrika. Die Redner:innen schienen sich einig, dass die Region weiterhin Fortschritte bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Möglichkeiten von Frauen und Jugendlichen macht, auch wenn die Situation noch lange nicht perfekt sei und es immer noch Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern des Kontinents gebe.

Sie betonten auch, dass erhebliche Investitionen und neue sektorale Projekte erforderlich seien, um die Situation von Frauen bzw. Jugendlichen zu verbessern. Sie waren sich daher einig, dass langfristig mehr Anstrengungen und Investitionen erforderlich seien, um ihre Situation nachhaltig zu verändern.

Die Automobilindustrie – ein Zukunftssektor für den Kontinent.

Die großen Automobilhersteller beginnen nun, sich verstärkt mit Afrika zu beschäftigen, sowohl als Produktionsstandort als auch für den wachsenden Verbrauchermarkt. Der Gipfel hat daher die Bedeutung des Automobilsektors bzw. der Automobilindustrie in Afrika hervorgehoben. “

„Als ich anfing, über die Entwicklung der Automobilindustrie in Ghana zu sprechen, fingen alle hinter meinem Rücken an zu lachen. Dabei ist dies der Industriesektor, der meinem Land außergewöhnliche Perspektiven bietet“, sagte Hol Alan Kyerematen, Minister für Handel und Industrie in Ghana.

Mohamed Bachiri, Direktor von Renault Marokko, betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit der Regierung: „Wir arbeiten eng mit der marokkanischen Regierung zusammen, um immer innovativere Ökosysteme von Zulieferern zu schaffen und die lokalen Integrationsraten zu erhöhen. In Bezug auf das Produktionsvolumen wollten wir Italien überholen, aber leider hat die Covid-Krise unsere Ziele verlangsamt“.

Die Zukunft des Handels und der Investitionen zwischen den USA und Afrika – soll ehrgeizig angegangen werden.

Die Zukunft des Handels zwischen den beiden Kontinenten war ein weiteres wichtiges Thema des Gipfels. „Ehrgeiz, Ehrgeiz, Ehrgeiz!“ waren die Worte, die Ryad Mezzour, der marokkanische Minister für Industrie und Handel, laut und deutlich aussprach. „Was Afrika braucht, ist Ehrgeiz, aber auch Talente, die Lust haben zu arbeiten. Mit diesen beiden Zutaten gibt es keine Grenzen“. sagte er unter dem Applaus eines begeisterten Publikums.

Arun Venkataraman vom US-Handelsministerium sagte: „Wir müssen lernen, dieselbe Sprache wie Afrika zu sprechen, und alle Stereotypen überwinden, die den Kontinent als riskant für Geschäfte darstellen.

Er fügte hinzu: „In Afrika fühlen sich viele ausländische Investoren immer noch mit einem fragilen Gleichgewicht konfrontiert, das irgendwo zwischen Risiko und Beweglichkeit zu liegen scheint. Was wir bedauern, ist vielleicht das Fehlen einer Institution, die dem Investor versichert, dass das von ihm empfundene Risikogefühl nicht immer gerechtfertigt ist.

Die Verbindung zwischen den Kontinentalhäfen des Atlantiks

Unter dem Motto „Connecting the Atlantic Coast Strip for a better integration into international value chains“ wurde eine parallele Arbeitssitzung über die strategische Bedeutung der atlantischen Küste des Kontinents veranstaltet.

Auf der Nebenkonferenz beklagten die Teilnehmer/innen die sehr begrenzte Anzahl von Häfen mit großer Wassertiefe und deren geringen Beitrag zur Entwicklung des Transport- und Logistiksektors. Darüber hinaus betonten sie die geringe Integration vieler afrikanischer Häfen in ihre Umgebung sowie die veraltete Straßeninfrastruktur, die diese Häfen mit dem Hinterland oder dem Festland verbinden.

Obwohl die lange Küstenlinie des Kontinents entlang vieler großer afrikanischer Volkswirtschaften verläuft, beträgt der Anteil Afrikas am weltweiten Transportmarkt nur 4%, während Asien 60% ausmacht – eine statistische Zahl, die noch stark ausbaufähig sei.

Sanaa El Amrani, Leiterin der Abteilung für Häfen im marokkanischen Ministerium für Ausrüstung und Wasser, bezeichnete die marokkanische Hafenerfahrung als „Erfolgsgeschichte“, da sie zu vielen wichtigen Errungenschaften geführt habe. Sie betonte außerdem, dass die Effizienz des afrikanischen Hafensystems auch von der Vernetzung der Häfen des Kontinents, sowohl physisch als auch digital, abhänge.

Marokko – Marrakech ist Gastgeber des nächsten USA – Africa Business Summit

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