StartMarokkoMarokko – Wettbewerbsrat kündigt Untersuchung von Preisanstiegen an.

Marokko – Wettbewerbsrat kündigt Untersuchung von Preisanstiegen an.

Wettbewerbsrat sieht Anzeichen für inländische negative Markteingriffe.

Preisanstiege bei Lebensmitteln, Treibstoffen und Baumaterialien werden vom Wettbewerbsrat auf Marktmanipulationen geprüft.

Rabat – Sind die marokkanischen Verbraucher und Unternehmer womöglich nicht nur durch internationale und externe Effekte betroffen, die die Preiseinstiege beeinflussen oder wird der Markt auch manipuliert? Dieser Frage will der marokkanische Wettbewerbsrat nun nachgehen.

In einem am 14. April 2022 veröffentlichten Positionspapier kündigte der Wettbewerbsrat eine eigene Untersuchung und die Erstellung eines Gutachtens über die Preisexplosion bei Hilfs- und Betriebsmitteln sowie Rohstoffen an. Das Ziel des Verfassungsorgans ist es, herauszufinden, ob Marktstörungen zu dieser Situation beigetragen haben.

Das Informationspapier des von Ahmed Rahhou geleiteten Wettbewerbsrates definiert die Frage: „Sind die auf dem inländischen Markt festgestellten Preissteigerungen ausschließlich von exogenen Faktoren beeinflusst, die im Zusammenhang mit dem Preisanstieg bei den importierten Rohstoffen zusammenhängen, oder sind sie mit illegalen Praktiken nach dem Gesetz 104-12 verbunden, d.h. mit Kartellen oder dem Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung?“

Wettbewerbsrat sieht Anzeichen für inländische negative Markteingriffe.

Wie der Rat erklärt, „sind Krisenzeiten, wie die, die wir derzeit erleben, Zeiten, in denen wettbewerbswidrige Praktiken auf den Rohstoffmärkten auftreten können, da einige Marktteilnehmer versucht sein könnten, ihre Gewinne durch die Erhöhung ihrer Margenniveaus zu maximieren.“

Laut der Verfassungsinstanz besteht das Ziel der Untersuchung darin, „die tieferen Gründe für die jüngsten Schwankungen der Verkaufspreise auf nationaler Ebene zu ermitteln und zu verstehen, ihre Auswirkungen auf die nationalen Märkte zu bewerten und eventuell Maßnahmen zu empfehlen, die geeignet sind, das wettbewerbsorientierte Funktionieren dieser Märkte wiederherzustellen.“

Märkte für Lebensmittel, Treib- und Baustoffe im Visier der Wettbewerbshüter

Die Ankündigung des Wettbewerbsrates bezieht sich auf mehrere Marktstrukturen, darunter die Märkte für Lebensmittel, Energie und Baustoffe. Dem Informationspapier zufolge wurden diese Kategorien ausgewählt, weil sie drei Kriterien erfüllen:

Das erste Kriterium betrifft die Art der Produkte (lebensnotwendig oder nicht), das zweite den Grad ihrer Abhängigkeit von den internationalen Märkten (lokal hergestellte oder importierte Produkte) und das dritte die Höhe der Preiserhöhungen auf dem lokalen Markt (sehr starke Erhöhungen).

Bei den Nahrungsmitteln handelt es sich um Weichweizenmehl, Stickstoffdünger, Butter, Linsen und Milchpulver. Bei den Energieprodukten wird es sich, um Gas und Öl, Benzin, Heizöl und Kohle handeln. Zugleich überprüft man den Markt für Baumaterialien und insbesondere für Stahl oder Betonstahl, Glas, Aluminium und Kupfer.

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