Tunesien baut 50.000 Stellen im öffentlichen Dienst ab.

Tunesien plant den Abbau von 50.000 Stellen im öffentlichen Dienst. Haushaltsdefizit soll abgebaut werden.

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Stadtbahn - öffentlichen Dienst in Tunesien

Tunesien plant den Abbau von 50.000 Stellen im öffentlichen Dienst.

Tunis – Wie die Nachrichtenagentur Reuters und zawya.com berichten, plant Tunesien den Abbau von 50.000 Arbeitsstellen im öffentlichen Dienst. Wie aus Regierungskreisen bekannt wurde, ist der Stellenabbau Teil eines Reformprogramms um die Staatsausgaben zu senken. Der Stellenabbau soll in mehreren Schritten umgesetzt werden, so der Minister für öffentliche Aufgaben Abid Briki.

Tunesien leidet, wie die anderen Länder des Maghreb auch, unter hohen Ausgaben für den Staatsdienst und einem ineffizienten öffentlichen Sektor. Die Ausgaben für den öffentlichen Sektor in Tunesien betragen 13,5% des Bruttoinlandsprodukts. Damit hat Tunesien eine der höchsten Quoten der Welt.

Darüber hinaus leidet Tunesien unter einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Trotz einer positiven politischen Entwicklung hat sich die wirtschaftliche Lage nicht verbessert. Nicht zuletzt durch die latente Terrorgefahr leidet vor allem der Tourismussektor. Dieser ist einer der größten Wirtschaftsbereiche Tunesiens.

Der Stellenabbau im öffentlichen Dienst ist auf Drängen der ausländischen Kreditgeber auf den Weg gebracht worden. Für weitere Staatskredite verlangen die Kreditgeber eine Reduzierung des Haushaltsdefizits. Die Senkung der Staatsausgaben für den öffentlichen Dienst soll einen Beitrag zu Reduzierung des Defizits leisten.