StartTunesienTunesien – Kampf gegen Fälschungen und Produktpiraterie soll intensiviert werden.

Tunesien – Kampf gegen Fälschungen und Produktpiraterie soll intensiviert werden.

Projekte sollen Bewusstsein für geistiges Eigentum verbessern.

Produktfälschungen verursachen Weltweit Schäden zwischen 200 und 300 Mrd. EURO

Tunis – Was immer sich gut verkauft, wird auch gefälscht. Dies ist eine immer wieder geäußerte Aussage in der Wirtschaftswissenschaft, wenn es um das Thema Produktpiraterie und Produktfälschung und damit dem Schutz von geistigem Eigentum geht und dies ist nur der offensichtliche Teil der Verletzungen von geistigem Eigentum. Es gibt kaum ein Wirtschaftssektor, im dem es keine Produktfälschungen gibt, selbst Babynahrung und Medikamente sind kein Tabu. Zugleich gilt der Schutz von geistigem Eigentum als einer der wichtigsten Antriebe bei der Förderung von Innovationen. Nach Angaben der Europäische Kommission muss davon ausgegangen werden, dass ca. sieben bis zehn Prozent des Welthandels auf Fälschungen und Plagiate beruht. Dabei entstehe ein volkswirtschaftlicher Schaden in Höhe von ca. 200 bis 300 Mrd.EURO pro Jahr. Zugleich werden mehr als 200 000 Arbeitsplätze vernichtet. In Deutschland würden die Schäden auf 29 Mrd. EURO geschätzt.

Europa-Mittelmeer-Konferenz über geistiges Eigentum fordert neue mutige Wege.

Um Fälschungen zu bekämpfen, sei der Schutz des geistigen Eigentums unerlässlich, zitiert das tunesische Nachrichtenagebot African Manager Frau Saïda Ben Achour, Patentforscherin und stellvertretende Leiterin der Innovationsabteilung des französischen Instituts für Normung und gewerbliches Eigentum (INNORPI).

Sie war Gast der Europa-Mittelmeer-Konferenz über geistiges Eigentum und Innovation, die auf Initiative der Industrie- und Handelskammer von Tunis (CCIT) in der tunesischen Hauptstadt stattgefunden hat. Unter dem Titel „Die Herausforderungen für KMU und neue Unternehmer auf dem Weltmarkt” sagte sie lt. der tunesischen Nachrichtenagentur TAP, dass der Schutz des geistigen Eigentums es den Unternehmen auch ermögliche, ihre Kreationen zu fördern und zu verbreiten bzw. ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

Tunesien gehe nicht genügen gegen Produktfälschungen vor.

Tunesien nutze noch nicht das gesamte System der geistigen Eigentumsrechte, obwohl das Land die wichtigsten internationalen Konventionen über geistige Eigentumsrechte unterzeichnet habe, über einen nationalen Rechtsrahmen für diese Rechte verfüge und mehreren Freihandelsabkommen beigetreten sei. Das Land habe auch noch keine nationale Strategie für geistige Eigentumsrechte verabschiedet, und es fehle weiterhin an Koordination zw. den Beteiligten in den Bereichen geistige Eigentumsrechte, Innovation und Technologietransfer.

Projekte sollen Bewusstsein für geistiges Eigentum verbessern.

Naja Ben Abdesslam, Vizepräsidentin des CCIT, stellte das Projekt IPMED „Intellectual Property Capacity Building for Smart, Sustainable and Inclusive Growth in the Mediterranean” vor, dass im Rahmen des Programms für grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Mittelmeer-Nachbarschaftspolitik finanziert wurde.

Das Projekt, das 2019 gestartet wurde, ziele darauf ab, zur Entwicklung des geistigen Eigentums für Start-ups, KMU und Unternehmerinnen beizutragen bzw. Start-ups und Jungunternehmern die Grundsätze der Rechte des geistigen Eigentums zu vermitteln. Sie betonte, dass es beim geistigen Eigentum darum gehe, eine Idee, eine Erfindung für Innovation zu schützen und diese Schöpfung im öffentlichen Interesse zu verbreiten bzw. zu fördern.

Am Ende der Konferenz überreichte der Vizepräsident des CCIT – Förderschecks an die Start-ups, die im Rahmen des IPMED-Projekts unterstützt werden.

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