Maghreb – Weihnachtsfest für Christen im Maghreb und aller Welt beginnt.

Jesus Christus im heiligen Buch der Muslime genannt.

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Weihnachten
Christen im Maghreb - Kathedrale von Rabat Marokko

Auch in muslimischen Ländern wird das Weihnachtsfest begangen.

Rabat – Am heutigen sog. „heiligen Abend“ beginnt für viele, wenn auch nicht für alle Christen, das Weihnachtsfest. Es ist, neben Ostern, ihr höchstes religiöses Fest im Jahr und erinnert an die Geburt von Jesus. Jesus Christus ist für sie der Sohn Gottes und der nach jüdischen Glaubens angekündigte Erlöser, auf den die Menschen gewartet haben. Menschen jüdischen Glaubens waren und sind nicht davon überzeugt, das Jesus der Abgesandte Gottes ist.

Christen im Maghreb eine Minderheit.

Im gesamten Maghreb leben Christen. Meist sind es Christen, die aus dem Ausland stammen und aus beruflichen Gründen in einem muslimischen Land leben. Es gibt aber auch eine Anzahl Menschen mit maghrebinischen Wurzeln, die Christen sind. Hinzu kommen vor allem in Marokko und Tunesien viele Touristen, die sich entschlossen haben, Weihnachten in einem muslimischen Land zu feiern. Genaue Zahlen zu den im Maghreb lebenden Christen sind nicht belastbar bekannt. Für Marokko schätzt man, dass sie weniger als 1% der Bevölkerung ausmachen. In Tunesien sind es ca. 25.000 Christen und damit deutlich weniger als in Marokko.

Jesus Christus im heiligen Buch der Muslime genannt.

Den Muslimen ist Jesus Christus nicht fremd. Im heiligen Buch der Muslime, dem Koran, wird Jesus genannt und dabei mit Messias bezeichnet. Aber die Muslime kritisieren die Haltung der Christen, dass es sich bei Messias um Gottes Sohn handelt. Es wird seine Stellung als Verkünder und Propheten des jüdischen Glaubens beschrieben und gewürdigt. Aus Sicht der Muslime ist der Prophet Mohammed der letzte Verkünder des Willen Gottes.

Wer den nun Erlöser, Prophet oder gar Sohn Gottes ist, hat große Teile der Menschen über jetzt Jahrtausende in Feindschaft, Gewalt und Tod getrieben, ob wohl sich alle (und alles) an einer Stelle wiederfinden, bei Allah, JWHW (Jahwe) und Gott.

Der Maghreb verfolgt einen toleranten Islam.

Obwohl in allen Ländern des Maghrebs die Religion keine reine Privatsache, sondern der Islam meist offizielle Staatsreligion ist, ist man gegenüber anderen Religionen tolerant. In der marokkanischen Hauptstadt Rabat steht, unweit des Hauptbahnhofs und des Parlaments, die sog. Kathedrale. Die Anzahl ihrer Gemeindemitglieder hat sich gerade in den letzten Jahren erhöht, da viele Flüchtlinge aus Zentralafrika ihren christlichen Glauben mitgebracht haben. In den Großstädten sieht man nicht selten Weihnachtsbäume und Lichterketten. Die großen Supermarktketten platzieren sogar Sonderverkaufsflächen mit Glaskugeln und Baumschmuck. Viele wohlhabende Maghrebiner verleben Weihnachten mit ihren Kindern in Europa und den USA und kommen so mit den dortigen Traditionen in Berührung.

Maghreb-Post wünscht alle christlichen Leserinnen und Lesern und alle Menschen frohe Weihnachten.

Im Sinne von Frieden und Toleranz wünscht Maghreb-Post allen Menschen, die in diesen Tagen ihr heiliges Fest feiern:

friedvolle, gesegnet und besinnliche Weihnachten.

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