StartMarokkoMarokko – 120 Mrd. MAD für Wiederaufbau u. Modernisierung im Erdbebengebiet

Marokko – 120 Mrd. MAD für Wiederaufbau u. Modernisierung im Erdbebengebiet

König gibt Maßstäbe für das Handeln der Regierung vor.

König leitet Krisensitzung, in der zahlreiche Rahmenbedingungen zum Wiederaufbau und Modernisierung im Erbebengebiet mit einem Volumen von 120 Mrd. MAD verabschiedet wurden.

Rabat – Wie das königliche Kabinett in einer offiziellen Erklärung bekanntgab, leitete König Mohammed VI. am heutigen Mittwoch (20. September 2023) eine weitere Arbeits- bzw. Krisensitzung im Zusammenhang mit dem Erdbeben vom 8. September 2023 in der Provinz Al Haouz. Die heutige Sitzung schließt an die bisherigen Treffen zwischen dem König und seinen wichtigsten Ministern vom 9. Und 14. September 2023 an. Die Beratung war den Planungen für den Wiederaufbau und zeitgleichen Modernisierung der Infrastruktur in der betroffenen Erdbebenregion, ca. 80 km südwestlich von Marrakech, gewidmet.

Mit einem geschätzten Gesamtbudget von 120 Milliarden marokkanische Dirham MAD bzw. 10,93 Mrd. EURO* über einen Zeitraum von fünf Jahren deckt die erste Fassung des integrierten und sektorübergreifenden Programms, die dem Souverän vorgelegt wurde, die sechs vom Erdbeben betroffenen Provinzen und Präfekturen (Marrakesch, Al Haouz, Taroudant, Chichaoua, Azilal und Ouarzazate) mit einer Bevölkerung von 4,2 Millionen ab, so die Erklärung.

Wiederaufbau und Modernisierungsprogramm besteht aus vier Hauptkomponenten

Auf der Grundlage eines Konvergenzkonzepts und einer präzisen Bedarfsdiagnose sowie einer Analyse des territorialen Potenzials und der lokalen Akteure umfasst dieses Programm Projekte, die zum einen auf den Wiederaufbau von Wohnungen und die Modernisierung der betroffenen Infrastrukturen im Einklang mit den auf der Tagung vom 14. September beschlossenen Soforthilfemaßnahmen und zum anderen auf die Stärkung der sozioökonomischen Entwicklung in den betroffenen Gebieten abzielen.

Nach der Erklärung des königlichen Kabinetts ist das Programm in vier Hauptkomponenten gegliedert:

  • Umsiedlung der von der Katastrophe betroffenen Menschen, Wiederaufbau von Wohnungen und Sanierung der Infrastruktur;
  • Erschließung und Aufwertung der Regionen;
  • Beschleunigung des Ausgleichs sozialer Defizite, insbesondere in den vom Erdbeben betroffenen Bergregionen;
  • Förderung der Wirtschaftstätigkeit und der Beschäftigung sowie Unterstützung lokaler Initiativen.

Katastrophenschutz soll ausgebaut werden.

Das Programm sieht außerdem vor, wie von König Mohammed zuvor angeordnet, in jeder Region einen großen Vorrat an lebensnotwendigen Gütern (Zelte, Decken, Betten, Medikamente, Lebensmittel usw.) anzulegen, um bei Naturkatastrophen sofort reagieren zu können.

In dieser Arbeitssitzung habe der König die Regierung aufgefordert, die vorgestellte Vision auf der Ebene jeder der betroffenen Provinzen und Präfekturen umzusetzen.

Daher habe der Souverän erneut betont, wie wichtig es sei, die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung anzuhören, um ihr geeignete Lösungen zu bieten, wobei die Umweltdimension gebührend berücksichtigt und das einzigartige Erbe, die Traditionen und die Lebensweise jeder Region respektiert werden müssen.

König gibt Maßstäbe für das Handeln der Regierung vor.

Der König betonte auch die Notwendigkeit, eine beispielhafte Regierungsführung zu demonstrieren. Die Schlagworte lauten: Schnelligkeit, Effizienz, Strenge und überzeugende Ergebnisse, damit dieses Programm für den Wiederaufbau und die allgemeine Aufwertung der geschädigten Regionen zu einem Modell für eine integrierte und ausgewogene territoriale Entwicklung wird.

Finanzmittel sollen aus dem Staatshaushalt und aus dem Spendenkonto kommen.

Die Finanzmittel für dieses wichtige Vorhaben sollen aus Mitteln des allgemeinen Staatshaushalts, aus Beiträgen der lokalen Behörden und aus dem Sonderkonto der Solidaritätsbank zur Bewältigung der Folgen des Erdbebens sowie aus Spenden und internationaler Zusammenarbeit aufgebracht werden.

In diesem Zusammenhang und im Rahmen der Aufgabe des Hassan-II-Fonds, die Umsetzung von Programmen und Projekten zu unterstützen, die eine strukturelle Bedeutung für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung haben, habe der König dem Hassan-II-Fonds die Weisung erteilt, 2 Milliarden marokkanische Dirham MAD zur Finanzierung dieses Programms beizutragen.

Ausgesuchte Berater und Minister nahmen an der Arbeitssitzung teil.

An dieser Arbeitssitzung nahmen teil, der Regierungschef Aziz Akhannouch, der Berater Seiner Majestät des Königs Fouad Ali El Himma, der Innenminister Abdelouafi Laftit, der Minister für Stiftungen und islamische Angelegenheiten Ahmed Toufiq, die Ministerin für Wirtschaft und Finanzen Nadia Fettah, die Ministerin für nationale Raumordnung, Städtebau, Wohnungswesen und Stadtpolitik, Fatima Ezzahra El Mansouri, der für den Haushalt zuständige Ministerdelegierte des Wirtschafts- und Finanzministers, Faouzi Lekjaa, sowie Generalleutnant Mohammed Berrid, Generalinspekteur der FAR und Befehlshaber der Südzone.

*Wechselkurs Stand 20. September 2023

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