StartGesellschaftMarokko – Aufregung um günstige Verpachtung öffentlichen Eigentums.

Marokko – Aufregung um günstige Verpachtung öffentlichen Eigentums.

Vorwurf der Vetternwirtschaft oder schlechten Verwaltung öffentlicher Güter durch die Stadtverwaltung von Casablanca.

Stadtverwaltung von Casablanca verpachtet eine Parkplatzfläche mit 50m Länge für nur 150 MAD im Monat mitten in der Stadt.

Casablanca – In der größten Stadt des Landes ist eine neue Kontroverse im Umlauf, diesmal über das Parkplatzsystem. Auslöser ist ein Dokument, das an die Öffentlichkeit gelangt sei.

Die Verwaltung der städtischen Parkplätze und Garagen durch die Stadtverwaltung von Casablanca sorgt für Aufregung. Das Thema hat kürzlich eine neue Wendung genommen, als Informationen über Mietverträge, die von der Verwaltung in Bezug auf Parkplätze im Besitz der Stadt unterzeichnet wurden, an die Öffentlichkeit gelangten.

Am vergangenen Mittwoch, den 13. Dezember 2023, berichtete die Tageszeitung Assabah, dass Parkplätze in Casablanca für die verhältnismäßig niedrige Summe von nur 150 marokkanische Dirham MAD pro Monat vermietet wurden.

Die Tageszeitung beruft sich auf Dokumente, die sie einsehen konnte, um zu erfahren, wie bestimmte öffentliche Güter in der Stadt verwaltet werden, und bestätigt Missbräuche bei der Verwaltung von Parkplätzen und der Praxis der „Bewachung“ in Casablanca.

Die Tageszeitung Assabah hat sich mit der Verwaltung der Parkplätze in Hay Hassani beschäftigt. Der Parkplatz sei 50 Meter lang und wird für 150 MAD pro Monat vermietet, was fast 5 Dirham pro Tag entspricht.

Abgesehen von den offensichtlichen Einnahmeverlusten, die der Stadt Casablanca durch eine so niedrige Miete entstehen, sei in diesem Fall die Identität der Person, die die Lizenz für die Verwaltung des Parkplatzes erhalten hat, von besonderem Interesse.

Laut der Tageszeitung Assabah wurde die Lizenz für den Betrieb des Parkplatzes an eine Person vergeben, die bei den letzten Wahlen Generalsekretär einer politischen Partei war.

Assabah erinnert daran, dass „Lizenzen für die Verwaltung von Parkplätzen auf solchen Plätzen an Personen vergeben werden sollten, die bedürftig sind oder bestimmte soziale Kriterien erfüllen“. Dies sei hier aber nicht der Fall.

Die Dokumente über die Lizenzvergabe seien so weit verbreitet, dass sie inzwischen die Reaktion aller lokalen Aktivisten in Casablanca hervorgerufen hätten.

Laut Assabah drohen einige sogar damit, „die Koordinierungsstellen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Witwen oder schutzbedürftige Personen zu mobilisieren, um massiv gegen die Mängel bei der Verwaltung dieser Genehmigungen zu protestieren”.

Die Verwaltung von Parkhäusern und Parkplätzen in Casablanca sei ein lukratives Geschäft, von dem vor allem einige wenige Personen profitieren, die wirtschaftlich nicht wirklich gefährdet seien.

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