StartGesellschaftMarokko – Cybergewalt gegen Frauen soll besser verfolgt werden.

Marokko – Cybergewalt gegen Frauen soll besser verfolgt werden.

Zahlreiche Taten vermutet.

Neuer Gesetzesentwurf gegen elektronische Erpressung und Gewalt gegen Frauen im Internet vorgelegt.

Rabat – Die PPP-Fraktion im Parlament hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der vorsieht, dass jeder, der eine Frau im Internet bzw. in sozialen Medien bedroht oder erpresst, mit sechs Monaten bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft wird, berichtet die marokkanischen Tageszeitung Al Ahdath Al Maghribia.

In ihrer Ausgabe vom Dienstag, den 4. Juli, berichtet die Tageszeitung, dass der Vorschlag eine Haftstrafe von sechs Monaten bis zu drei Jahren und eine Geldstrafe von 2.000 bis 20.000 marokkanische Dirham MAD für jeden vorsieht, der absichtlich ein Foto einer Person an einem privaten Ort ohne deren Zustimmung aufnimmt, verbreitet oder in Umlauf bringt.

Diese Strafe gilt insbesondere für Personen, die andere Leute im Internet oder in sozialen Netzwerken bedrohen oder erpressen. Sie gilt auch für Personen, die mittels elektronischer Ortung spionieren, und für Personen, die unter Verwendung falscher Identitäten im Internet oder in sozialen Netzwerken agieren, um den Ruf ihrer Opfer zu schädigen.

Zahlreiche Taten vermutet.

Zu den häufigsten Cyberstraftaten gegen Frauen in Marokko gehören sexuelle Erpressung, Belästigung, Verleumdung und Anstiftung zur Unzucht über das Internet und sozialer Netzwerke. Statistiken aus dem Jahr 2020 zeigen, dass fast 1,5 Millionen Frauen in Marokko Opfer von digitaler Gewalt geworden sein könnten.

Die Zeitung zitiert die Ratschläge von Experten, die davor warnen, „soziale Netzwerke zu nutzen, um persönliche Informationen im Internet preiszugeben, nicht auf jeden Link zu klicken, keine dubiosen Websites zu besuchen, immer darauf zu achten, den eigenen Computer zu schützen und sichere Passwörter zu verwenden, die regelmäßig geändert werden sollten”.

Die Staatsanwaltschaft habe im Jahr 2020 fast 240 Personen wegen Cyberkriminalität strafrechtlich verfolgt. Aus den Statistiken des stellvertretenden Staatsanwalts des Berufungsgerichts in Marrakesch geht laut dem Bericht hervor, dass 66 Fälle von Online-Betrug registriert wurden, an denen 66 Männer und 8 Frauen beteiligt waren.

Darüber hinaus gab es 108 Fälle von sexueller Belästigung, in denen 109 Männer und 10 Frauen strafrechtlich verfolgt wurden.

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