StartGesellschaftMarokko – Drei Tote in Kohlegrube nahe Jerada

Marokko – Drei Tote in Kohlegrube nahe Jerada

Wirtschaftliche und soziale Lage in der Provinz Jerada weiterhin schwierig.

Drei Männer an einer Kohlendioxid-Vergiftung im Schacht gestorben.

Jerada – Drei Personen sind am gestrigen Dienstag (16. August 2022) in einem Schacht zur Kohleförderung, der in einem Waldgebiet in der Gemeinde Laâouinate in der Provinz Jerada betrieben wurde, an Kohlendioxid erstickt, wie die lokalen Behörden mitteilten. Bei der Abbaustelle handelte es sich, nach einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur MAP, um eine legale Genossenschaft.

Sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls wurden die lokalen Behörden sowie die Dienste der Königlichen Gendarmerie und des Zivilschutzes an den Ort des Geschehens entsandt, um zu versuchen, die drei eingeschlossenen Personen (52, 44 und 43 Jahre alt) zu retten, doch die Bemühungen blieben erfolglos, so die gleiche Quelle weiter, die darauf hinwies, dass die Leichen der drei Opfer, die im Inneren des Schachtes umgekommen waren, geborgen wurden.

Eine Untersuchung der Tragödie wurde von den zuständigen Behörden unter Aufsicht der zuständigen Staatsanwaltschaft eingeleitet, so die lokalen Stellen.

Wirtschaftliche und soziale Lage in der Provinz Jerada weiterhin schwierig.

Die Provinz Jerada geriet 2017/2018 in den Blick der Öffentlichkeit, nachdem insbesondere junge Menschen durch Proteste auf ihre wirtschaftliche und soziale Lage sowie der damit verbundenen schwierigen Lebensverhältnisse aufmerksam machten.

Die Region lebte lange vom Bergbau und dem Kohleabbau, bis dies, angesichts der niedrigen Weltmarktpreise unwirtschaftlich wurde. Große private und staatliche Bergbauunternehmen zogen sich zurück und die Menschen begannen in ihrer Not vielerorts ungenehmigten Kohleabbau zu betreiben, unter sicherheitstechnisch schwierigen Gegebenheiten, von dem Zwischenhändler vor allem profitierten.

Dies führte zu zahlreichen Unfällen und Opfern und zu besagten Protesten. In den letzten beiden Jahren hat die Regionalregierung versucht, den Bergbaubau in der Provinz zu ordnen und Sicherheitsstandards einzuführen. Auch der Aufkauf der Kohle wurde reglementiert und unterliegt neuen Aufsichtsregeln. Dennoch sind die Lebensumstände in der im Nordosten liegenden Region weiterhin schwierig und das Risiko der Bergbauarbeiter weiterhin erhöht, wie dieser neuerliche Umfall vermuten lässt.

Marokko – Teenager stirbt in einer Kohlemine in Jerada.

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