StartGesellschaftMarokko – FIFA WM 2030 gemeinsam mit Spanien und Portugal.

Marokko – FIFA WM 2030 gemeinsam mit Spanien und Portugal.

Nicht der erste Versuch einer Kooperation der drei Nachbarländer

Gemeinsame Bewerbung Marokkos, Spaniens und Portugals als Gastgeber eine FIFA WM wird wieder diskutiert.

Rabat – Marokko und Marokkos König Mohammed VI. träumen seit längerer Zeit davon, ein Austragungsort für die FIFA-Fußballweltmeisterschaft zu sein. Insgesamt hat sich das nordafrikanische Königreich Marokko bereit sechs Mal beworben. Man hoffte als erstes afrikanisches, dann als erstes arabisch / islamisches Land Gastgeber für eine Fußballweltmeisterschaft (WM) zu sein.

Aber man scheiterte immer wieder unter anderem an Deutschland (Sommermärchen), an Südafrika, USA/Mexiko/Canada und an Qatar. Trotzdem scheint man diesen Traum in Rabat nicht aufgegeben zu haben, obwohl es, angesichts der drohenden Investitionen und des sozialen Standards auch Kritik gibt.

Zugleich waren bereit mehrere Konstruktionen im Gespräch. Darunter auch eine gemeinsame maghrebinische Bewerbung mit Algerien und Tunesien, praktisch als Friedens- und Kooperationsprojekt. Die nun erneut ins Gespräch geratene Konstellation ist ebenfalls nicht neu.

Die spanisch-portugiesische Bewerbung um die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2030 könnte die Aufnahme Marokkos mit sich bringen, berichtet die Tageszeitung AS am Donnerstag, den 9. März 2023. „Der Königlich Spanische Fußballverband (RFEF) und der Portugiesische Fußballverband arbeiten an der Möglichkeit, Marokko einzubeziehen. Die Einbeziehung Marokkos soll in den kommenden Wochen beraten werden und könnte vom Rückzug bzw. Ausschluss der Ukraine abhängig sein. Derzeit soll die Ukraine der dritte Partner von Portugal und Spanien sein. Beide Nachbarländer Marokkos hatten im vergangenen Oktober die Ukraine dazu eingeladen, sich an der gemeinsamen Bewerbung zu beteiligen.

Nicht der erste Versuch einer Kooperation der drei Nachbarländer

Es wäre nicht der erste Versuch, eine gemeinsame Bewerbung der Mittelmeerländer zu organisieren. Bereits vor der Bewerbung zur FIFA WM 2022, die in Qatar stattgefunden hat, war eine Kooperation zwischen Portugal, Marokko und Spanien für die WM 2030 im Gespräch. Doch diese kam aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nicht zustande und Marokko bewarb sich alleine.

Eine grenzüberschreitende und sogar eine die Kontinente überschreitende Bewerbung hätte eine große Symbolkraft. Zugleich wären dennoch die Wege zwischen den Austragungsorten nicht sehr groß.
Auch der Investitionsdruck auf die Gastgeber wäre einzuschränken, da alle drei über moderne Stadien Verfügung. Alle drei Ländern verfügen über dann ausreichende Behebungs- und Transportkapazitäten.

Das Königreich Marokko zeigte zuletzt bei der Clubweltmeisterschaft, Anfang des Jahres, dass man auch ein internationales Turnier organisieren kann und ist mit dem Abschneiden seiner Fußballnationalmannschaft mit Platz 4 in Qatar in das Sichtfeld der internationalen Fans gerückt. In Qatar war Marokko wesentlich für die Sicherheit und Terrorabwehr verantwortlich.

Die Chancen für Marokko stehen nicht schlecht. So sind die politischen Beziehungen zu Spanien derzeit sehr eng und der ukrainische Fußballverband ist in einen Korruptionsskandal verwickelt. Zugleich könnte es für die Ukraine schwierig werden, angesichts der Kriegsfolgen, Spiele einer FIFA WM zu organisieren. Gemeinsam würde man jetzt unter anderem gegen die Bewerbung von Saudi Arabien antreten, dass sich mit dem Ereignis, ähnlich wie Qatar, als weltoffenes und erfolgreiches arabischen Land präsentieren möchte.

Marokko – Spanien will eine gemeinsame FIFA WM Bewerbung erarbeiten.

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