StartGesellschaftMarokko – Jordanische und indische Ärzte sollen Marokkos Ärztemangel heilen.

Marokko – Jordanische und indische Ärzte sollen Marokkos Ärztemangel heilen.

Medizinische Fachkräfte aus Jordanien und Indien von Interesse.

Auf- und Umbau des Gesundheitswesens lässt Bedarf an Medizinerinnen und Mediziner wachsen.

Tanger – Marokko hat sich dazu entschieden, den Zugang zum Gesundheitswesen durch ein neues staatlichen Versicherungssystems / allg. Krankenversicherung zu verbessern. Starten soll das neue System noch in der laufenden Legislativperiode. Doch mit einem vereinfachten Zugang wird der Bedarf an Medizinerinnen und Medizinern sowie Pflegepersonal steigen. Ein Bedarf, den man offensichtlich nicht aus der eigenen Bevölkerung heraus decken kann. So könnte es sein, dass ausgerechnet ein Land wie Marokko, dass für die Auswanderung gerade junger Menschen und Akademikern, nicht zuletzt Medizinerinnen und Mediziner, bekannt ist, selbst nach Kräften im Ausland suchen muss.

Medizinische Fachkräfte aus Jordanien und Indien von Interesse.

Der Minister für öffentliche Arbeiten und Wasserressourcen, Nizar Baraka, erklärte laut dem Nachrichtenportale LesiteInfo bei einer Veranstaltung in der Provinz Larache, dass Marokko sich darauf vorbereite, ausländische Ärzte, insbesondere aus Jordanien und Indien, anzuwerben, um den akuten Mangel an einheimischen Ärzten zu beheben.

Das Gesundheitspersonal werde für seine Dienste bezahlt, so Regierungsmitglied. Es sei unlogisch, dass Marokko eine allgemeine Sozialversicherung und den Nationalen Fonds für Soziale Sicherheit (CNSS) einrichte, um die Kosten für die Gesundheitsversorgung zu erstatten, wenn das System aufgrund des gravierenden Ärztemangels vor allem in ländlichen Gebieten nicht funktioniere.

Nizar Baraka lobte auch das System der gesetzlichen Krankenversicherung (AMO). Die Bürgerinnen und Bürger hätten dadurch Zugang zu kostenloser Gesundheitsversorgung im öffentlichen Sektor. Wie alle Angestellten und Beamten hätten sie auch Anspruch auf Gesundheitsversorgung im privaten Sektor.

Allerdings, so der Minister, werde das Recht auf Gesundheit durch den Mangel an Gesundheitszentren und Gesundheitspersonal behindert. Er versicherte, dass die Regierung an einer Verbesserung der Situation arbeite.

Nach Angaben des Ministers für Infrastruktur und Wasser braucht Marokko 30.000 Ärzte im öffentlichen Sektor. Jährlich werden nur 12.000 marokkanische Ärzte ausgebildet. Davon würden rund 700 ins Ausland auswandern.

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