StartKulturMarokko – Mehr Schutz für das traditionelle Handwerk.

Marokko – Mehr Schutz für das traditionelle Handwerk.

Bis zu 30 Handwerksarten sollen an jüngere weitergegeben werden.

Mehrere Initiativen wurden ergriffen, um das marokkanische Kunsthandwerkserbe zu schützen.

Rabat – Bereits im November 2022 wurde eine Vereinbarung zw. dem Ministerium für Tourismus, Handwerk und soziale sowie solidarische Wirtschaft und der UNESCO unterzeichnet. Ziel war es, ein nachhaltiges System für den Transfer von Know-how im Bereich des vom Aussterben bedrohten Kunsthandwerks zu schaffen. Ministerin Fatim-Zahra Ammor leitete in diesen Tagen die erste Sitzung des Lenkungsausschusses des Projekts in Anwesenheit von Eric Faclt, Direktor des UNESCO-Büros für den Maghreb.

Während dieser Sitzung wurde das Projekt „Erhaltung gefährdeter handwerklicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Weitergabe an die jüngeren Generationen” ins Leben gerufen. Darüber hinaus wurde der Transferprozess verabschiedet, in dessen Rahmen die Handwerker, die derzeit über die gefährdeten Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, ausgewählt und mit dem Titel „Schätze der traditionellen marokkanischen Kunst” ausgezeichnet werden.

Die Kenntnisse und Fertigkeiten des marokkanischen Handwerks drohen aus verschiedenen Gründen zu verschwinden. Vor allem werden die Fähigkeiten nicht an die jüngeren Generationen weitergegeben.

In einem ersten Schritt habe der Lenkungsausschuss sechs traditionelle Fertigkeiten identifiziert, die vom Aussterben bedroht seien: die Blousa Oujdia, die bestickten Sättel, der Gitarrenbau, die Zellige (Fliesen) in Tétouan und die Zeltweberei.

In der nächsten Phase werden sechs Handwerker mit diesen Fähigkeiten gesucht, die ihr Wissen in speziellen Ausbildungsprogrammen an junge Lehrlinge weitergeben. Später soll das Programm auf 30 gefährdete Fertigkeiten ausgeweitet werden.

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