StartPolitikMauretanien – Behörden warnen vor Eindringen in die Pufferzone in der Westsahara

Mauretanien – Behörden warnen vor Eindringen in die Pufferzone in der Westsahara

Kampfhandlungen gefährden Zivilisten

Sicherheit nach Betreten der Pufferzone und des Grenzgebiets zur Westsahara / marokkanischen Sahara kann nicht gewährleistet werden.

Nouakchott – Die mauretanische Regierung habe die Schürferinnen und Schürfer eindringlich aufgefordert, die „Grenzgebiete“ zu meiden, da die Sicherheit dort nicht gewährleistet werden könne, berichten Medien in Nouakchott.
Der Minister für Inneres und Dezentralisierung, Mohamed Ahmed Ould Ahmed Lemine, habe eine eindringliche Botschaft am vergangenen Mittwoch auf einer Pressekonferenz ausgesprochen. „Goldsucher, die die Landesgrenzen überschreiten, riskieren ihr Leben“, betonte er. Mit Grenzgebiet ist die Region im Norden zur Westsahara und vor allem zur eigentlich entmilitarisierten Pufferzone zwischen dem von Marokko kontrollierten Teil und der Grenze zu Algerien gemeint.

Kampfhandlungen gefährden Zivilisten

Diese Warnung folgt auf frühere tödliche Vorfälle in der Pufferzone. Obwohl Minister Ould Ahmed Lemine die Königlichen Streitkräfte Marokkos (FAR) nicht direkt für diese Vorfälle verantwortlich machte, bestätigte er die erhöhte Gefahrenlage und damit indirekt auch die von der FAR nicht bestätigten Kampfhandlungen und Drohnenschläge gegen die Frente Polisarion oder andere eindringende Personen in die von Marokko beantspruchte Region.

Er habe erklärt, dass die Verwaltungs- und Militärbehörden im Norden des Landes eine spezielle „Kampagne zur Sensibilisierung der Zivilbevölkerung“ gestartet hätten. Ziel sei es, die Minenarbeiter über die geographischen Grenzen Mauretaniens zu informieren. „Einige haben auf diese Kampagne reagiert, andere nicht“, habe er erläutert.

Die neue Warnung folgt auf die Bestätigung des mauretanischen Ministers für Erdöl und Bergbau und Regierungssprechers Nani Ould Chrougha vom 3. Januar 2024, dass vier mauretanische Goldgräber bei einem Luftangriff getötet wurden, der vermutlich von einer FAR-Drohne ausgeführt wurde. Ould Chrougha betonte, dass sich der mauretanische Staat ausschließlich auf die „Sicherung des Staatsgebietes“ konzentriere, berichtet das Nachrichtenportal Yabiladi.

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