300 Millionen Euro
Deutschland unterstützt Tunesien mit 300 Millionen Euro

Wirtschaftswachstum soll unterstützt werden.

Tunis – Anlässlich der G20 Teilnahme Tunesien gab der Deutsche Botschafter in Tunis in einem Radiointerview bekann, dass die Bundesrepublik ca. 300 Millionen Euro bereitstellen wird. Andreas Reinicke, deutscher Botschafter in Tunesien, kündigte im Interview an, dass ein bilaterales Abkommen kurz vor der Unterzeichnung stehe. Ziel des Abkommens ist es, den tunesischen Staatshaushalt zu entlasten und die wirtschaftliche Entwicklung sowie den Aufbau von Arbeitsplätzen in Tunesien zu unterstützen.

Die finanzielle Unterstützung wird auf drei Jahre verteilt ausgezahlt, so dass Tunesien jedes Jahr 100 Millionen Euro aus Berlin überwiesen bekommt. Das meldet das Wirtschaftsmagazin Le´Economiste Maghrebin.

Dem Gesprächskreis der 20 größten Industriestaaten (G20) ist klar geworden, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika ein Stabilitätsfaktor darstellt und dies weltweit. Daher wollen die G20 einen Packt mit zahlreichen Ländern schließen und deren Entwicklung unterstützen. Dazu gehört auch eine strategische Vorbereitung, um mit hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten umgehen zu können. Die finanziellen Hilfen sollen inländische Investoren ermutigen selbst aktiv zu werden. Tatsächlich weisen die Entwicklungs- und Schwellenländer deutlich höhere Wachstumsraten auf als die klassischen Industriestaaten. Allerdings kommt bei der einfachen Bevölkerung nicht viel davon an. Daher steigt die Unzufriedenheit in der Bevölkerung Tunesiens, was wiederholt zu Protesten geführt hat.

In diesem Sinne wurden Verhandlungen mit globalen Finanzinstitutionen wie dem IWF, der Weltbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank geführt. Im Fokus der Gespräche stehen fünf afrikanische Länder: „Tunesien, Marokko, Cote d´Ivoire, Senegal und Ruanda.“

Deutsche Unternehmen sind in Tunesien bereits engagiert und trugen zur Schaffung von 1000 bis 2000 Arbeitsplätzen bei.