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Algerien – Tod französisch-marokkanischer Zivilisten – Verteidigungsministerium widerspricht bisheriger Darstellung im Fall der Jetski-Fahrer

Schüsse erst nach mehrfacher Warnung und Fluchtmanöver

Jetski-Fahrer seien mehrfach zum Halten aufgefordert und erst bei der Flucht und im Kontext der Bekämpfung von Schmuggel beschossen worden.

Algier – Am Sonntagnachmittag hat sich das algerische Verteidigungsministerium zum Tod der französisch-marokkanischen Staatsbürger geäußert und spricht im Fall der drei Jetski Fahrer (zwei Tote und ein Gefangener) von einer zu präzisierenden Erklärung. Nach der Presseerklärung seien die Jetski-Fahrer illegal am Dienstagabend, den 29. August 2023, in algerische Hoheitsgewässer eingefahren.

Schüsse erst nach mehrfacher Warnung und Fluchtmanöver

“Im Rahmen einer Patrouille zur Sicherung und Kontrolle unserer Hoheitsgewässer hat eine Einheit der Küstenwache, die der Seefront West/2. RM untersteht, am Dienstagabend, den 29. August 2023 um 19.47 Uhr drei (03) Jetskis abgefangen, die illegal unsere Hoheitsgewässer durchquert hatten. Nach einer akustischen Warnung und mehreren Aufforderungen, anzuhalten, weigerten sich die Betroffenen, der Aufforderung nachzukommen und flüchteten mit gefährlichen Manövern”, heißt es in der Pressemitteilung.

„Angesichts der Tatsache, dass diese maritime Grenzregion eine erhöhte Aktivität von Drogenbanden und organisiertem Verbrechen verzeichnet, und angesichts der Starrköpfigkeit der Passagiere der genannten Jetskis, gaben die Mitarbeiter der Küstenwache Warnschüsse ab. Nach mehreren Versuchen wurden Schüsse abgegeben, die einen der Jetskis zum Stehen brachten, während die beiden anderen flüchteten”, heißt es in der Erklärung weiter.

Verteidigungsministerium bestätigt Leichenfund.

„Am Mittwoch, den 30. August 2023, wurde um 17.00 Uhr bei einer weiteren Patrouille der Küstenwache eine nicht identifizierte männliche Leiche mit einem Einschussloch aus einer Schusswaffe aus dem Wasser gefischt. Der Leichnam wurde anschließend in die Leichenhalle der Poliklinik von Marsa Ben M’hidi in Tlemcen gebracht”, so die gleiche Quelle.

Algerisches Verteidigungsministerium fordert dazu auf, den bisherigen Darstellungen keinen Glauben zu schenken.

In diesem Zusammenhang ruft das Verteidigungsministerium “die verschiedenen nationalen Medien, die Nutzer sozialer Netzwerke und die Bürger dazu auf, den kursierenden Falschmeldungen, die darauf abzielen, dem ehrenhaften Image der Nationalen Volksarmee zu schaden, keine Beachtung zu schenken”, schließt die Pressemitteilung.

Marokko – Algerische Küstenwache soll zwei Marokkaner erschossen haben.

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