Der beste Zentralbankchef der Welt kommt aus Marokko.

Marokkos Zentralbank in diesem Jahr besonders gefordert.

Zentralbankchef
Marokkanischer Zentralbankchef Abdellatif Jouahri zum besten Zentralbankpräsidenten der Welt gekürt.

„Global Finance Magazine“ würdigt Zentralbankchef Abdellatif Jouahri.

Washington D.C. – Der Chef der marokkanischen Zentralbank „Bank Al Maghrib“, Abdellatif Jouahri, wurde zum besten Zentralbankpräsidenten (Zentralbankchef) der Welt gewählt. Die Preisverleihung fand in Washington D. C., unter Schirmherrschaft der Weltbank (WB) und des Internationalen Währungsfond (IWF), statt. Die Auszeichnung wurde von Anis El Youssoufi, Leiter der Abteilung Internationale Beziehungen der „Bank-Al Maghrib“, im Namen von Jouahri entgegengenommen.

Marokkanischer Zentralbankpräsident seit September mit der Bestnote gelistet.

Seit September tauchte Abdellatif Jouahri auf der Rangliste „Central Banker Report Cards 2017“ des Magazins „Global Finance“ mit der Bestnote A auf. Das Ranking zeigt auf, wie die einzelnen Zentralbankpräsidenten aus 83 Ländern bewertet werden. Die Noten reichen von A bis F und werden durch +/- gewichtet.

Der marokkanische Zentralbankchef ist erst der Dritte aus der Region „Naher Osten und Nordafrika“ (MENA), der die höchste Bewertung erhielt. Er teil sich das Ranking mit Riad Salameh, Chef der Zentralbank des Libanons und Karnit Flug, Chef der Zentralbank von Israel. Damit wird Abdellatif Jouahri genauso bewertet wie die Chefin der amerikanischen Zentralbank Janet Yellen. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Dragi erhielt aktuell nur die Bewertung B+.

Marokkos Zentralbank in diesem Jahr besonders gefordert.

Marokkos Zentralbank und ihr Präsident mussten sich in diesem Jahr besonderen Herausforderungen stellen. Neben der Zulassung von Genossenschaftsbanken (Islamic Banking) musste sich die Bank, rund um die geplante Liberalisierung des Marokkanischen Dirham, einigen Turbulenzen stellen – maghreb-post berichtet. Nach der gescheiterten Freigabe des Wechselkurses, innerhalb bestimmter Bandbreiten, soll der Zentralbankpräsident kurz vor einem Rücktritt gestanden haben. Aus Sicht der Bankenwelt wäre das ein Verlust für Marokko. Wann ein erneuter Versuch gestartet wird, den Wechselkurs zu flexibilisieren, ist unklar. Rund um das Thema ist relative Ruhe eingekehrt. In der aktuellen politischen Situation scheint die Regierung auch genügend andere Baustellen zu haben. Gleichzeitig benötigt die Zentralbank auch noch etwas Zeit um die Devisenreserven wieder aufzubauen, die durch die Währungsspekulationen vor wenigen Monaten erheblich reduziert wurden.