Marokko – Schweiz vereinbart Informationsaustausch zu Konten mit Rabat.

Transparenz zu Finanzkonten soll erhöht werden, auch mit afrikanischen Ländern.

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Die Schweiz bereitet den Informationsaustausch zu Finanzkonten mit weiteren afrikanischen Ländern, darunter Marokko, vor.

Rabat – Die Schweiz, die bei dem Thema Bankgeheimnis und finanziellen Intransparenz weltweit an einer der führenden Plätze steht, weitet ihren automatischen Informationsaustausch (AIA) über Finanzkonten auf weitere 12 Länder aus. Drei afrikanische Länder sind unter den 12 ausgesuchten Ländern; Kenia, Marokko und Uganda.

Der Bundesrat, das Exekutivorgan der Schweizerischen Eidgenossenschaft, hat dem Parlament einen Vorschlag zur Einführung des automatischen Informationsaustauschs übermittelt, berichtete Ecofin am Montag. Neben den genannten afrikanischen Ländern will man zukünftiger enger auch mit Ecuador, Georgien, Jamaika, Jordanien, Moldawien, Montenegro, Neukaledonien, Thailand und die Ukraine kooperieren, so der Fachtitel weiter.

Die neu genannten Länder haben sich bereit erklärt, auf freiwilliger Basis dem globalen Standard für den automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten beizutreten. Der AIA soll im Januar 2023 in Kraft treten und der erste Austausch soll 2024 stattfinden.

Bislang hat die Schweiz mit 86 Ländern Informationen über Finanzkonten ausgetauscht, darunter nur fünf afrikanische Länder: Südafrika, Ghana, Nigeria, die Seychellen und Mauritius.

Die Schweiz gehört neben den USA, Singapur, Hongkong, Luxemburg, Japan, Deutschland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, den British Vergin Island sowie Guernsey zu den undurchsichtigste Finanzplätzen der Welt. Das geht aus dem letzten zweijährlichen Barometer der Finanzintransparenz hervor, dass die britische NGO Tax justice network Mitte Mai 2022 veröffentlicht hat.

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