Gericht weißt Schnellantrag auf vorläufige Freilassung von Hirak – Aktivisten ab.

Verteidigungsteam von Nasser Zafzafi hat mit der Entscheidung gerechnet.

Schnellantrag
König Mohammed VI. und Richterinnen und Richter am Kassationsgericht

Kassationsgericht weist Schnellantrag der Verteidigung der Hirak – Aktivisten ab.

Casablanca – Am vergangenen Dienstag, den 07. November 2017, tagte das Gericht im Verfahren gegen die inhaftierten Hirak – Aktivisten in Casablanca erneut. Dabei stellten die Verteidiger zum wiederholten Male einen Schnellantrag auf vorläufige Freilassung aller inhaftierten Hirak – Aktivisten. Am gestrigen Donnerstag, den 09. November 2017, teilte das Kassationsgericht seine Entscheidung mit. Ohne Anhörung oder Verfahren lehnte es den Antrag auf vorläufige Freilassung ab.

Verteidigungsteam von Nasser Zafzafi hat mit der Entscheidung gerechnet.

Gegenüber dem Nachrichtenmagazin telquel bewertete der Rechtsanwalt Isaac Sharia, der Mitglied des Verteidigerteams von Nasser Zafzafi ist, die aktuelle Ablehnung des Schnellantrags. Er bezeichnete diese Entscheidung als „normal und erwartet“ und meinte, dass eine anders lautende Entscheidung „überraschend“ gewesen wäre. Er betonte, dass seit Beginn des Verfahrens keiner der dreißig Anträge zu verschiedenen Bereichen (vorläufige Freilassung, Ausschluss von Kamerateams und Fotografen usw.) die Zustimmung der Richter erhielt, während „alle Anträge der Staatsanwaltschaft angenommen wurden“.

Nächster Verhandlungstag übernächste Woche.

Auch der letzte Verhandlungstag wurde schnell beendet. Erneut protestierten die Angeklagten gegen die Filmaufnahmen und erneut wurden Nasser Zafzafi und seine Mitangeklagten von der Verhandlung ausgeschlossen. Inzwischen hat man die drei Hauptverfahren der Gruppen Ahamjik, Zafzafi und El Mahdaoui zusammengelegt. Der nächste Verhandlungstag in Casablanca ist auf den 21. November 2017 festgelegt worden. Bereits bei den letzten Verfahrenstagen kam es zu Vertagungen – maghreb-post berichtete.