Algerien – 13 Verletzte nach Schüssen bei Protesten.

13 Demonstranten verletzt bevor die örtlichen Sicherheitskräfte eingreifen konnten.

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Protesten
Quelle APS - 13 Verletzte durch Schüsse bei Protesten in Hammamet

Bei Protesten vor einer Mineralwasserfabrik schossen die privaten Wachleute.

Hammamet – Am letzten Sonntag kam es bei Protesten in der Provinz Tébessa zu einer Tragödie. In der Stadt Hammamet protestierten die Bewohner erst vor dem Rathaus und dann vor dem Gelände einer Mineralwasserfabrik. Ihr Protest richtete sich gegen die Lizenzvergabe der Provinzregierung an die Mineralwasserfabrik, die die örtlichen Wasserreserven ausbeutet. Die Bewohner der Region werfen den Behörden vor, dass sie nicht von den wertvollen Wasserreserven und den Einnahmen daraus profitieren. Zugleich prangern sie eine schlechte Wasserversorgung in ihrer Region an. Die Region Hammamet ist für ihr Mineralwasser in Algerien bekannt. Vor dem Gelände der Youkous – Mineralwasserfabrik sollen, nach Angaben der algerisch – staatlichen Nachrichtenagentur APS, die Demonstranten zunächst Autoreifen und später einen Tanglastwagen in Brand gesetzt haben. Beim Marsch auf die Fabrik schossen die Wachleute auf die Demonstranten.

13 Demonstranten verletzt bevor die örtlichen Sicherheitskräfte eingreifen konnten.

Nach Angaben der APS wurden 13 Demonstranten durch die Schüsse verletzt. Wie durch ein Wunder gab es bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Opfer zu beklagen. Die dreizehn durch die Schüsse verletzten Personen wurden in das örtliche Krankenhaus gebracht. Es wurden keine Informationen über ihren Gesundheitszustand veröffentlicht. Wie die Nachrichtenagentur APS weiter berichtet, soll es zu weiteren Spannungen gekommen sein. Infolge der Ereignisse am Sonntag sollen die aufgebrachten Demonstranten auch versucht haben das Fabrikgebäude in Brand zu setzen. Sie konnten durch die örtlichen Sicherheitskräfte daran gehindert werden.

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